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The Intersphere – The Grand Delusion

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Paul Watzlawick und Rock-Musik haben normalerweise so viel gemeinsam wie Tofu und argentinisches Rindersteak. Aber das war eben schon immer die Spezialität von The Intersphere:

Dinge zusammenbringen, die sich auf den ersten Blick eher abstoßen als anziehen. Mit „The Grand Delusion“ haben sie nicht nur dank ihres Titels den Kommunikationswissenschaftler mit harten Gitarren-Riffs zusammengebracht, sondern schaffen es immer noch wie keine zweite Band, Pop und Krach zur perfekten Synthese verschmelzen zu lassen.

Man ist hin- und hergerissen. Man freut sich, dass The Intersphere immer noch diese Nischenband ist, die man ein bisschen für sich alleine hat und deren Konzert-Venues nie eine ungemütliche Größe erreichen, sondern man schön kuschlig unter sich genießen darf.

Das wird sich mit „The Grand Delusion“ wahrscheinlich auch nicht ändern, was aber auch verdammt unfair ist. Denn, was das Quartett auf ihrem fünften Studioalbum wieder zaubert, ist einfach zu gut, um ein Schattendasein zu fristen.

Nicht nur Christoph Hessler kann mit seiner Stimme problemlos zwischen den ohrwurmtauglichen Radio-Melodien in „Linger“ und abgehakten Höhen in „Mind Over Matters“ changieren. Auch die anderen Drei sind an ihren Instrumenten Ausnahmemusiker und manövrieren gekonnt zwischen Alternative-Rock und wildem Prog-Gepresche, während sie dem Metal öfter als ein Mal die Tür aufhalten.

Inmitten dieser wilden Fahrt zaubert Hessler mit seinem perfekt intonierten Stimmchen dann noch einen absoluten Ohrwurm-Refrain aus dem Hut und lässt einen mit der Frage zurück, wie man das inmitten dieses Instrumental-Gemuckes schaffen kann.

Wen die stimmliche Perfektion an Brandon Boyd erinnert, der wird sich durch das Intro von „Smoke Screen“ bestätigt fühlen, klingt es doch wie eine temporeduzierte Version von „Megalomaniac“. „New Maxim“ marschiert hingegen zielsicher Richtung Billy Talent.

Auch wenn die Produktion von „The Grand Delusion“ ganz im Gegensatz zu ihrem Titel steht und im Vergleich zum Vorgänger „Relations In The Unseen“ mit deutlich weniger Overdubs und technischer Bearbeitung auskommt, gönnt sich das Quartett ab und an dann doch etwas Bombast.

„Man On The Moon“ beginnt mit Klavierakkorden und spendiert gegen Ende ein paar epische Streicher. Kann man machen, muss man aber nicht. Stört aber auch nicht weiter, denn „The Grand Delusion“ beweist einmal mehr:

The Intersphere sind nach wie vor die Instanz für die These, dass eingängier Art-Rock kein Paradox ist.

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