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Soft Hair – Soft Hair

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Da haben sich ja zwei gefunden: Der neuseeländische Pop-Weirdo Connan Mockasin tingelt seit Jahren durch psychedelische Gefilde und arbeitete unter anderem mit James Blake zusammen. Der Brite Sam Dust spielte und sang bei den Dance-Punks Late Of The Pier und ist als LA Priest ebenfalls auf der realitätsabgewandten Seite des (Elektro-)Pop zuhause. Unter dem Namen Soft Hair rühren die beiden nun ein Gebräu zusammen, das in etwa so klingt, wie die Referenzen vermuten lassen.

Ihr Debüt „Soft Hair“ wird getragen von einer geteilten Vorliebe für abwegige Klangwelten, die Mockasin und Dust in unverhohlen seltsamen und bemerkenswert soften Songs ausleben. Nennen wir es Beach Pop, Yacht Rock oder einfach nur Psychedelic:

Tracks wie die Single „Lying Has To Stop“ und der zufrieden glucksende Quasi-Reggae „Jealous Lies“ lassen jedenfalls unvermittelt an rosa Wattebäusche denken, so fluffig sind sie arrangiert.

Alles klingt nach Sonnenaufgängen an Traumstränden in einer Welt, in der alle immer maximal entspannt sind. Ecken oder Kanten? Werden geflissentlich weggeschmirgelt.

Was nicht heißt, dass „Soft Hair“ keine Reibungsfläche bietet, denn in seiner gechillten Abgedrehtheit ist das Album durchaus nicht immer leicht konsumierbar. Verstimmte Orgeln, zarte Gitarren, pluckernde Beats und blubbernde Bässe bilden das Fundament, auf dem die beiden schrägen Vögel ihre meist völlig vertrippten Gesänge ausbreiten.

Dazu gesellt sich ein Faible für elektronische Spielereien und quäkige Retro-Synths, das sie in „Good Sign“ – dem wahrscheinlich verdrogtesten Track des Albums – besonders hemmungslos zur Schau stellen.

Wer nicht einfach in einem dämmrigen Grinsezustand versacken will, muss schon genau hinhören, um die Strukturen und Melodien hinter Songs wie „Japanese Loft“ zu erkennen – zumal die Trackmarkierungen eher Richtwerte zu sein scheinen, über die die eigentlichen Stücke gern mal hinwegfließen.

Gut möglich, dass das glückselige Dahindrapiertsein exakt der Zustand ist, der Mockasin und Dust bei „Soft Hair“ im wahrsten Sinne des Wortes vorschwebte. Geeignet ist ihr Album dafür auf jeden Fall bestens. Es läuft höchstens Gefahr, in seiner eigenen Weichzeichner-Klanglichkeit so sehr aufzugehen, dass beim Hörer wenig hängenbleiben mag.

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