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The Wave Pictures – Bamboo Diner In The Rain – Auf bluesigem Fundament

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Die Londoner Indie-Veteranen The Wave Pictures sind immer für eine Überraschung gut. Nach ihrem letztjährigen Kollabo-Abenteuer mit Chathams Hatha Yoga-Experten Billy Childish („Great Big Flamingo Burning Moon„) und dem im Februar 2016 veröffentlichten Akustik-Juwel „A Season In Hull“, legen die Herren David Tattersall (Gitarre, Gesang), Franic Rozycki (Bass) und Hugh Noble (Schlagzeuger) dieser Tage mit dem neuen Studioalbum „Bamboo Diner In The Rain“ bluesig nach.

Mit kratzigen Strukturen, die eingebettet in crunchige John Lee Hooker-Grüße an Soundtracks aus heruntergekommenen Blues-Hinterhöfen erinnern, wandeln The Wave Pictures im Spätherbst 2016 auf den Spuren von Link Wray und Co.

Nicht nur Songs wie die beiden stoischen Lo Fi-Rocker „Pool Hall“ und „The Running Man“ sorgen bei Freunden kantiger Indie-Blues-Kost für zahlreiche Gänsehautmomente. Auch das instrumentale, von Mandolinenklängen begleitete „Bamboo Diner Rag“, sowie die Crooner-Ballade „Hot Little Hand“ lassen aufhorchen.

Umgarnt von Tattersalls winselndem Wave-Organ schweben die Hier-und-jetzt-Sounds des Trios aus der Themse-Metropole über staubigem Untergrund.

The Wave Pictures lassen sich, wie gewohnt, nur schwer einfangen. Statt in einer Schublade die Zelte aufzuschlagen, hüpfen die Briten gekonnt von einem Branchen-Gipfel zum nächsten, ohne dabei ihre Trademarks aus den Augen zu verlieren.

So hält man eingefleischte Anhänger bei der Stange und freut sich zeitgleich über viele neue Freunde. Da werden viele Kollegen mal wieder große Augen machen. Und das völlig zu Recht.

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