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Austra – Future Politics – It Might Be Fiction

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Utopie: undurchführbar erscheinender Plan; Idee ohne reale Grundlage

Um den Abbau von Paradigmen sollte es gehen in „Future Politics“. Ein musikalisches Gedankenexperiment sollte es werden, das neue Album der kanadischen Band Austra. Sich eine Welt vorzustellen, in der Kapital und Produktivität keine Macht mehr besäßen.

„I can picture a place, Where everybody feels it too, It might be fiction but I see it ahead“ heißt es da in der bereits vorab releasten Single „Utopia“. Denn bei der Fiktion soll es nicht bleiben, finden Austra. „Es geht nicht nur darum, Hoffnung in die Zukunft zu setzen, sondern darum, dass jeder gefordert ist, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken“, erklärt Katie Stelmanis, Sängerin und Frontfrau der Band.

Austra selbst setzten sich öffentlich für eine respektvolle und verantwortungsbewusste Gesellschaft ein, für Queerness und feministische Ziele, für Chancengleichheit anstatt Leistungsorientierung und (Großstadt)anonymität.

So wirklich nach Zupacken klingt auf der neuen Scheibe dann aber doch nur der ebenfalls schon veröffentlichte und titelgebende Song „Future Politics“. Als markantester Track besitzt er einen vorantreibenden Beat. Der unterstreicht den Refrain, die Aufforderung, die Zukunft bedeutend anders zu gestalten als die Gegenwart.

Insgesamt schöpft Katie Stelmanis die tiefen, vollen Lagen ihrer Stimme, die zum Beispiel in „Home“ (2013) noch Gänsehaut bereiteten, bedeutend weniger aus. So treibt der Gesang nun klar über Beat und Sounds. Schwingt sich, wie in „I’m A Monster“, klirrend hell in reizvoller Disharmonie über die Synthies empor, um sich dann wieder mit ihnen zu vereinen, miteinander zu klingen. Und um wieder zurück zu treten und den Bandmitgliedern Maya Postepski, Dorian Wolf und Ryan Wonsiak den akustischen Vortritt zu lassen.

Musikalisch verweilt die Band mit „Future Politics“ in bekannten Bahnen des Elektro-Pops mit einer Prise New Wave. Jedoch scheinen sich Austra, im Gegensatz zu früher, weitestgehend von den Tanzflächen zurückzuziehen: im Mittelteil der Scheibe fließen Track auf Track dahin. Das klingt sehr schön, doch büßen diese Songs in der Konstellation des Albums an Prägnanz ein.

Anders als auf „Feel it Break“(2011) und „Olympia“(2013) fehlt „Future Politics“ diese Staffelung von Momenten der bittersüßen Euphorie, die einladen, gemeinsam Sehnsucht zu feiern. An den Momenten, die mitreißen. Diese Hoffnung zu erfüllen, das bliebe dann der Live-Show von Austra überlassen. Im März, wenn sie in Europa touren.

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