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Manu Delago (Credit Mirko De Nicolo)

Manu Delago – Metromonk

Zu Manu Delago und seinem außergewöhnlichen Instrument dem Hang, wurde auf MusikBlog schon berichtet. Nun legt der in London lebende Österreicher mit „Metromonk“ sein 9. Soloalbum vor.

Dazu inspiriert wurde er von einem „Monk“ (Mönch), den er durch die Straßen von Bangkok gleiten sah. Der Gegensatz, ein in sich ruhender Buddhist und die hektische, laute Großstadt, lässt sich nicht nur aus dem Titel ablesen, sondern auch auf dem Album selbst ausmachen. Die fühlende menschliche Innenwelt einerseits und das körperlich geprägte Außen anderseits.

Der Beginn könnte somit auch gut als Untermalung für eine Ayurveda Behandlung dienen, auch wenn die Musik sicher kein ausgewiesenes Klangschalenpublikum anspricht, dafür sorgen schon die immer wieder vorkommenden Bassbeats.

Angefangen vom „A Step feat. Pete Josef“, das bereit als Vorabsingle im November 2016 erschienen ist (hier lohnt sich auch, mal das Video anzusehen), fühlt man sich eingehüllt in eine fantastische Klangwelt, eine Kombination, nur aus der Stimme des britischen Newcomers Pete Josef und des verträumten Spiel des Hangs, die Delago selbst als magisch bezeichnet.

Minimalistisch geht es dann auch mit „Between Oil And Water feat. Erik Truffaz“ weiter. Was anfänglich an Wahlgesänge erinnert, wird immer mehr zu einer Performance der Jazztrompete, die den feinen Ton des Hangs umspielt.

„Zebra Stairs“, ein weniger als anderthalb Minuten andauerndes Zwischenspiel, beendet die Seelenruhe und man betritt experimentellere Klangwelten, abrupt, wie auch der folgende Song heißt, der vom britischen Singer Songwriter Douglas Dare gefeatured wird.

Als dritter Vokalgast verleiht die Musikerin Isa Kurz aus Delagos Band mir ihrer feinen Stimme dem sich anschließenden „Mesmer Mesmerising“ einen poppigen und sogar tanzbaren Rhythmus.

Elektroklänge, die ein stückweit an Depeche Modes „Blasphemous Rumours“ erinnern, verleihen „Spaceful“ seinen Charakter. Doch alles, was auf dem Album elektronisch klingt, ist live eingespielt. Das Hang, immer im Mittelpunkt, erzeugt fast alle Effekte.

Es wird noch lauter, noch wilder: Mit heftigen Paukenschlägen beginnt der „Chimp Rave“, ein Piano trägt zur musikalischen Vielfalt bei.

Diese wird noch um Streicher erweitert, wenn das letzte Stück „Herzkeks“ den Reigen schließt und den weit gespannten musikalischen Bogen stimmungsvoll und versöhnlich schließt.

Wenn der letzte Ton des Hangs verklungen ist, wird man unweigerlich feststellen dürfen, dass man einem fesselnden, die Gefühlswelt bewegenden Hörerlebnis beigewohnt hat.

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