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Mick Harvey – Intoxicated Women

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Fortsetzung von Mick Harveys englischen Serge Gainsbourgh Variationen. Was 1995 unter „Intoxicated Man“ begann, mit „Pink Elephants“ seine Fortsetzung fand und zuletzt auf „Delirium Tremens“ wieder aufgegriffen wurde, soll nun mit „Intoxicated Women“ seinen Abschluss finden.

Denn ein paar Asse hat der australische Allrounder noch im Ärmel. Nicht nur Klassiker aus der Feder des französischen Lebemanns wie der 1965èr Eurovision Song Contest Siegertitel „Poupée de Cire, Poupée de Son“, hier unter „Puppet Of Wax, Puppet of Son“, mit der bereits auf dem Vorgänger im Einsatz befindlichen Xanthe Waite am Mikrofon, waren noch zu bearbeiten, auch einige Raritäten, die der Frauenflüsterer France Gall, Juliette Greco, Brigitte Bardot in den Sechzigern auf den Leib schrieb, entstaubte Harvey.

Mit „Baby Teeth, Wolfy Teeth“, bei dem sein Sohn Solomon die Zweitstimme besetzt, ist ein Stück dabei, welches exklusiv für eine Fernseh-Show arrangiert wurde. Neben dem eigenen Nachwuchs und Xanthe Waite unterstützten den Musiker mit Andrea Schroeder, Channthy Kak, Jess Rebeiro, Sophia Brous und Lindelle-Jayne Spruyt weitere exzellente Gesangspartnerinnen auf „Intoxicated Women“.

Premiere zu Beginn: Das legendären Stöhnen von „Je t`aime…moi non plus“ gibt es nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch. So inbrünstig der beinahe akzentfreie Australier hier mit der nachtblauen Stimme der großen Berliner Dramatikerin Andrea Schroeder auch in den Infight geht, am Ende bewahrheitet sich die alte Tocotronic-Weisheit: „Über Sex kann man nur auf Englisch singen“.

Im Verlauf läuft der der ehemalige Bad Seeds Sounddirektor wieder zur Höchstform auf. Ob mit der Leichtlebigkeit von „Contakt“, dem schmissigen „The Homely Ones“ oder dem sonor auf Leonard Cohens Pfaden wandelnden „Prévert`s Song“ – mit sicherem Gespür für stilsichere Interpretationen schafft es Harvey, jedem Original sein eigenes Charisma aufzudrücken. Da klingt weder „Striptease“ schlüpfrig, noch „God Smokes Havanas“ und „Lost Loves“ bei allem notwendigen Pathos schwülstig.

Mit dem ausschweifenden „Cargo Cult“ schließt der Initiator höchstpersönlich seinen vierteiligen Zyklus. Die souveräne Unterkühltheit, mit der Mick Harvey über zwei Jahrzehnte aus dem riesigen Fundus des Chansonniers alternative Versionen entwarf, machen ihn nicht nur zum Telefonjoker für Gainsbourgh-Fragen, sondern das ist inzwischen eine eigene musikhistorische Eintragung wert.

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