Für diese Website registrieren

sieben − 6 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Vita Bergen – Live in der Kranhalle, München

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Außerhalb von Deutschland längst kein Geheimtip mehr sind die Schweden Vita Bergen, die nach ihrer Debüt-EP „Curtains“ in 2014 (mit einem Produktions-Budget von nur 500,- EUR) stark gehypt wurden, die Spitze der schwedischen iTunes-Charts erreichten sowie diverse Awards in Schweden abräumten.

2015 (bzw. letztes Jahr in Deutschland) haben sie ihr Debütalbum „Disconnection“ veröffentlicht und arbeiten nun bereits an ihrem zweiten Album, welches in diesem Frühjahr herauskommen wird. Mit einigen neuen und vielen bekannten Songs sind sie derzeit auf Tour und waren gestern in der Münchener Kranhalle.

Es sind draußen minus 5 Grad und in der Halle ist es auch nicht viel wärmer. Drummer Gustaf Gunér hat die Kapuze seines Hoodies auf, Keyboarder Hampus Bergh einen langen Mantel an. Sänger William Hellström kommt jedoch nur im T-Shirt auf die Bühne, bedankt sich beim Publikum für’s Kommen und sagt „It’s fucking cold outside“.

Es geht los mit „On The Run“ von ihrer ersten EP mit der prägnanten Keyboardline. Sofort werden Assoziationen mit Arcade Fire, Mercury Rev und Echo & The Bunnymen geweckt, aber die Gothenburger, die live mit sieben Leuten auf der Bühne stehen, kreieren ihren eigenen, hymnischen Klang.

Man fühlt sich angenehm warm eingelullt von dem dicken, wattigen Eighties Sound, der die Kranhalle erfüllt. Dazu kommt, dass Vita Bergen es mit ihrem Humor und ihrer Bühnenpräsenz schaffen, eine nahbare, familiäre Atmosphäre herzustellen.

So bittet William das Publikum, doch etwas näher zu kommen und die Lücke vor der Bühne zu schließen. Neue Stücke werden unterschieden in „new songs“ (2-3 Mal gespielt) und „new new songs“ (1 Mal gespielt). Zu dem neuen Titel „Nixon“ scherzen Vita Bergen, er klänge so poppig, dass er auch ein Britney Spears Cover sein könnte. Zwischendrin verweisen sie auch auf ihren Merchandise-Stand („we are not only musicians, but also business men“), der glücklicherweise wieder mit T-Shirts aufgestockt wurde, nachdem diese nämlich am Vorabend in im Gebäude 9 in Köln ausverkauft wurden.

Die beiden Frontmänner William Hellström and Robert Jallinder harmonieren wie ein altes Ehepaar und kennen sich auch schon fast so lange, wie William erzählt. Bei der Bandvorstellung stellt zunächst William die Bandmitglieder vor, übergibt aber dann an Robert, der unbedingt sich selbst und dann William vorstellen will.

Bei den schnellen Stücken wie „In The City“ oder „Closer Away“ springt Sänger Hellström wild auf der Bühne umher, teilweise auf eine Trommel einschlagend oder mit Tamburin, das er dann elegant weg wirft, und reißt so die Zuschauer mit.

Nach nur 11 Titeln und einer reichlichen Stunde Spielzeit ist leider schon Schluß. Die Band kommt jedoch nochmal und spielt das „Britney Spears Cover“ „Nixon“ noch einmal in Ermangelung weiterer verfügbarer Titel („sorry, we’re out of songs“). Danach ist die Band am Merch-Stand im hautnahen Kontakt zum immer noch begeisterten Publikum.

Definitiv das beste Konzert des Jahres bisher und eine mega-sympathische Band, die man sich merken muss.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.