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Es ist Fluch und Segen zugleich – Temples im Interview

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Drei Jahre nach der Veröffentlichung des Temples-Debüts „Sun Structures“ hat das Warten auf den heißersehnten Nachfolger endlich ein Ende. Die Briten kommen am Freitag mit ihrem zweiten Studioalbum „Volcano“ um die Ecke. Und natürlich steht vor allem die ganze Insel Kopf. Dort werden die fünf Jungmusiker aus dem mittelenglischen Kettering spätestens seit der öffentlichen Adelung von höchster Stelle (Noel Gallagher, Johnny Marr) auf Händen getragen. Nun sind alle ganz gespannt. Wird die junge Band ein weiteres 60s-Rock-Ausrufezeichen setzen können? Werden Noel Gallagher und Johnny Marr nach dem Release immer noch zu den glühendsten Fans des Kollektivs zählen? Und wie geht die Band mit dem ganzen Hype-Chaos um? Wir trafen uns mit Adam Smith, seines Zeichens Keyboarder und Gitarrist der Band, in Berlin zum Gespräch und plauderten über Drucksituationen, Noel Gallagher und die Zehn Gebote.

MusikBlog: Adam, in wenigen Tagen erscheint euer zweites Studioalbum „Volcano“. Ganz England kann es kaum erwarten. Wie sieht’s bei euch aus?

Adam Smith: Wir sind natürlich total aufgeregt. Ich meine, vor drei Jahren hatten wir keinerlei Erwartungen. Wir waren damals ganz entspannt und haben die Dinge einfach auf uns zukommen lassen. Diesmal ist es anders. Wir wissen, dass es mittlerweile viele Menschen gibt, die bereits seit Monaten auf das Erscheinen des neuen Albums warten. Dieses Bewusstsein lässt uns natürlich nicht kalt. Wir wollen ja niemanden enttäuschen.

MusikBlog: Haben denn auch die Herren Gallagher und Marr bereits bei euch angeklopft?

Adam Smith: (lacht) Nein, haben sie nicht. Aber vielleicht kommt das ja noch.

MusikBlog: Lässt so ein entstandener Hype nicht auch viel Druck entstehen?

Adam Smith: Man muss natürlich aufpassen, dass man nicht zu viel an sich ranlässt. Als ich mitbekam, dass Noel und Johnny uns toll finden, musste ich mich erst einmal kneifen. Das sind natürlich Namen, die man als Newcomerband nicht sofort auf dem Schirm hat, wenn es um prominente Supporter geht. Es ist Fluch und Segen zugleich. Zum einen wird es wahrscheinlich das erste sein, das ich meinen Enkelkindern über meine Musik-Karriere erzählen werde. Hey Kids, Noel Gallagher und Johnny Marr fanden uns richtig cool! Das hat schon was. (lacht)

Auf der anderen Seite fragt man sich natürlich: Bin ich dem Ganzen überhaupt gewachsen? Wie gehe ich damit um, wenn die beiden die neue Platte in der Luft zerreißen? Verkrieche ich mich dann im Keller? Oder sage ich mir: Scheiß drauf! Ich habe echt keine Ahnung. Das sind alles Dinge, über die man sich natürlich Gedanken macht. Aber es sollte nie so weit kommen, dass solche Gedanken bewusst Einfluss auf die Arbeit nehmen. Das wäre das Ende. Dann wären wir nur noch Marionetten. Und das wollen wir natürlich nicht sein. Wir wollen eine eigenständige Band sein, die ihren Weg geht, egal, was außerhalb unseres Proberaums passiert.

MusikBlog: Um dich zu beruhigen: „Volcano“ klingt keineswegs nach einem Album, das „aus der Not heraus“ entstanden sein könnte. Ganz im Gegenteil. In meinen Ohren klingt es wie die perfekte Weiterführung dessen, was euch vor drei Jahren groß gemacht hat.

Adam Smith: Das beruhigt mich. (lacht) Nein, im Ernst: Es ist uns unheimlich wichtig, dass wir uns als Band entwickeln. Natürlich bleibt das Fundament erhalten. Diese Mixtur aus psychedelischem 60s-Rock und melodischem Pop spielt auch auf „Volcano“ eine große Rolle. Aber es gibt dazwischen auch viel Neues zu entdecken.

MusikBlog: Mich hat das Album vor allem inhaltlich überrascht. Es dreht sich viel um den Tod, um Ängste und um Verzweiflung. Geht’s euch doch nicht so gut?

Adam Smith: (lacht) Die Texte haben schon einen therapeutischen Ansatz. Allerdings geht es nur selten um wirklich Persönliches. Wir haben uns diesmal textlich an den Zehn Geboten orientiert. Das war total spannend. Diese Grundthematik zieht sich durchs komplette Album. Auf unserem ersten Album waren die Texte noch sehr verschwommen. Diesmal sind wir direkter und fokussierter zu Werke gegangen. Gemeinsam mit der Musik ist so ein großes Ganzes entstanden, das zwar viele Fragen aufwirft, aber gleichzeitig auch mögliche Antworten präsentiert.

MusikBlog: Genau das Richtige für jemanden wie Noel Gallagher…

Adam Smith: Das hoffe ich. Aber wie gesagt: Wir sind die ersten, die mit dem Ergebnis zufrieden sein müssen. Und das sind wir. Wenn es dann noch anderen gefällt, ist das natürlich super. Aber sollte Noel nach dem Album keine Lust mehr auf uns haben, dann ist das auch völlig in Ordnung. Ich meine, er fand unser Debütalbum super. Hallo? Welche kleine Band kann das schon von sich behaupten?

MusikBlog: Nicht soooo viele.

Adam Smith: Eben. (lacht)

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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