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PICTURES – Promise

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„Promise“ ist das Debütalbum einer Band aus Berlin, die höchstens beim zweiten Hören klingt, als wäre sie aus Deutschland. Wenn man sie zum ersten Mal auflegt, ist im Idealfall Sonntag, Vormittag, die Frisur noch verramscht, der Blick noch getrübt und der erste Schluck Kaffee Balsam für die unsortierten Gedanken.

Pictures spielen mit dieser gediegenen Slacker-Manier und Leichtigkeit auf, wie sie nur den Morgen an Wochenenden innewohnt. Der Dienstag, der Saudumme, lernt das nie mehr. Und es ist fast egal, wie trübselig die Wolkensuppe draußen ausschaut, in der Wohnung ist es ab jetzt zwei Grad wärmer.

Angenehm freundlicher Collegerock irgendwo zwischen Wheat, Semisonic und The Connells (kennt die überhaupt noch jemand?) schwirrt bei „Down Under The Hill“ durch die Rühreipfanne. Wer genannte Bands ob seines jungen Alters nicht auf dem Schirm hat, darf „Promise“ als Einstiegsdroge verstehen, die unweigerlich bei Semisonics Serienhit „Closing Time“ endet.

Beim Pictures Titeltrack nimmt hingegen die gezuckerte Unschuld ihren Lauf. Das ist fast schon dreiste Nostalgie und gleichzeitig so schön tollpatschig, dass sich die Zeit zwischen Kaffee und Mittagschlaf gen unendlich ausdehnen lässt.

Doch so unvoreingenommen und sittsam dieses Debütalbum auch scheinen mag – es gibt eine Vorgeschichte. Vor allem Frontmann Maze Exler ist kein unbeschriebenes Blatt. Er wusste schon in den 90ern bei Bands wie Jonas oder Union Youth, was der Indierockseele ziemt, er hatte gleichzeitig aber auch mit ernsthaften Drogenproblemen zu kämpfen. Die bekam er erst mit Hilfe seiner Kumpane von Pictures in den Griff.

Dass er nun zu frivolem Glockenspiel-Geklöppel in „Let The Music Shine“ (einer der besten Songs des Albums) der Hörerschaft vermeintliche Floskeln wie „Nothing really bothers me“ diktiert, spricht letztlich für die Kraft der Musik. Asher Roth würde dazu sagen: „Man I love College(Rock)“!

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