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Spoon – Hot Thoughts

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Reife Leistung, Spoon. Nach bald einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte lässt auch das neunte Studioalbum der heimlich schon ewig besten Indie-Rock-Band der Welt mal wieder nichts zu wünschen übrig.

Der Rock-Minimalismus, die Effizienz in der Komposition, ein Riff, eine Pause, eine Bassline ihren Raum, ihre Zeit, ihr eigenes Spotlight zu geben und zu lassen: Niemand, niemand im Rock kann das besser als die gut gekleidete und dabei völlig unglamouröse Band aus dem texanischen Indie-Mekka Austin – eine Musikstadt, welche im Übrigen bald von Terrence Malick ein filmisches Denkmal gesetzt bekommt, im Kinofilm „Song To Song“ mit Herzensbrecher Ryan Gosling.

Das fraglos Faszinierendste an der langen Karriere der Band um Sänger/Gitarrist Britt Daniel und Schlagzeuger Jim Eno, dem Gründungsduo, ist die Tatsache, dass Spoon, wie reifender Wein im Bauche eines holzigen Fasses, in beeindruckender Manier mit den Jahren immer besser werden.

Was waren das für Alben, sagen wir seit Mitte der Nullerjahre! „Ga Ga Ga Ga Ga“ und „Transference“: wie lange liegen sie schon zurück und noch immer halten sie jeden Indie-Rock-Vergleich souverän stand. Und erst „They Want My Soul“ vor drei Jahren. Spoon, benannt nach einem Song der deutschen Krautrocklegende Can, haben ein Abo auf Jahresendlisten im Musikjournalismus – und zwar völlig zu Recht.

Auch mit „Hot Thoughts“ wird sich daran nichts, aber auch gar nichts ändern. Thematisch wird diesmal Richtung Dance-Rock und Disco geschielt. Keine einzige Akustikgitarre fand Eingang auf Album Nummer Neun. Dafür großartig funkige Keyboard-Sounds, die sich mit den für Spoon obligatorisch minimalistischen und dabei aber nie langweiligen elektrischen Gitarren ein ausgeklügeltes Noten-Battle liefern.

Gepaart mit Britt Daniels rauchigem Gesang entstand, ebenfalls wie immer, der typische Spoon-Sound, der doch jedes Mal anders wirkt. Ob die Rocker unter den Stücken, wie dem kongenialen Titeltrack „Hot Thoughts“, „Shotgun“, dem Funk-Rocker „Can I Sit Next To You?“ oder der unfassbar traurig-stolzen Ballade „I Ain’t The One“ und dem großen Keyboard-Spaß „Do I Have To Talk You Into It?“: Mein Gott, können die Songs schreiben!

Und seit wieviel Jahren kann man das staunend konstatieren? Nachwuchs-Indie-Rocker, schaut auf diese Songstrukturen. Britt Daniel und seine gereiften Jungs, mit Ansage, haben mal wieder ein formidables Indie-Rock-Album am Start.

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