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The Magnetic Fields – 50 Song Memoir – Alles und mehr

Stephin Merritt ist kein gewöhnlicher Indie-Barde. Das The Magnetic Fields-Mastermind geht die Dinge anders an. So pendelt er auf seinen Alben beispielsweise gerne zwischen Toys Ur Us-Sounds und dröhnenden Distortion-Klängen hin und her. Manchmal verabschiedet er sich auch in endlose Liebeswelten, oder produziert ein Album, auf dem jeder Song mit „I“ beginnt.

Anno 2017 legt der Indie-Guru nun noch eine Schippe drauf. Mit der zweieinhalbstündigen Konzept-Kollektion „50 Song Memoir“ setzt sich der Bostoner Songwriter sein eigenes musikalisches Denkmal. Hier ist wirklich alles drin.

Chronologisch arbeitet er sein komplettes bisheriges Dasein ab. Für jedes Lebensjahr, ein Song: ein wahres Mammut-Projekt. Angefangen vom ersten Krabbeln („Wonder Where I Come From“) über musikalische Deflorationen („How To Play The Synthesizer“) bis hin zum finalen Hier und Jetzt („15 Somebodys Fetish“) gewährt The Magnetic Fields dem Hörer einen humoristisch verpackten Einblick in seine Memoiren.

Angetrieben vom sonoren Organ des Urhebers zünden sage und schreibe 100 verwendete Instrumente ein zumeist balladesk arrangiertes Indiepop-Feuerwerk. Und während es am Himmelszelt glitzert und knistert, entspannt sich The Magnetic Fields auf seiner heimischen Hängematte und schwelgt dabei in Erinnerungen.

Folkpop, Synthiepop, alles Pop: Stephin Merritt macht sich komplett nackig. Nun kennen wir ihn alle in und auswendig. Nichts versteckt sich mehr im Verborgenen. Alles ist gesagt.

Stellt sich am Ende nur noch die Frage: Was soll hiernach eigentlich NOCH kommen?

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