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The Shins – Heartworms

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Hätte Mark David Chapman nicht John Lennon umgebracht und George Harrison wäre noch am Leben, die Beatles würden heute wahrscheinlich klingen wie The Shins.

Das durfte schon beim Debütalbum „Oh, Inverted World“ von James Mercer & Co. vermutet werden und festigte sich mit „Chutes To Narrow“ und „Wincing The Night Away“ weiter. Noch eindeutiger, als jetzt auf „Heartworms“, war das zuvor aber nie.

Einmal angenommen, John Lennon würde sich noch immer in einer exponierten Frontmannrolle gefallen und hochmelodiöse Gesangslinien anstreben, ein Song wie der Opener „Name For You“ wäre ihm auf den Leib geschrieben.

„Painting A Hole“ und „Fantasy Island“ könnten mit ihren Drumcomputern und Synthbässen als postmoderner Nachklapp zu „Lucy In The Sky With Diamonds“ durchgehen.

Die Vergleiche mit den imaginären Fab Four anno 2017 sind aber keinesfalls ausschließlich positiv zu bewerten. Wenn alteingesessene Allstars Musik machen, und dabei zwischen Zeitgeist und Nostalgie die Mitte suchen, entstehen selten große Meisterwerke.

„Heartworms“ wirkt ein bisschen, als hätte sich Mercer genau dazu verleiten lassen: Er bemüht zu oft einen zeitgemäßen, statt wie noch auf „Wincing The Night Away“ einen zeitlosen Sound.

Ausnahmen sind „Rubber Balls“ und der Titelsong, die noch am ehesten den süßlich überzeitlichen Indiecharme besitzen, von dem schon Natalie Portman im Film Garden State angetan war. Sie kontrastieren einen Indietronic-Fehltritt wie „Cherry Heart“ gerade so.

Ansonsten sind The Shins auf „Heartworms“ blöderweise gerade dann am besten, wenn sie mit The Shins, wie wir sie lieben, am wenigstens zu haben: Der Country-Folk in „Mildenhall“ ist erfrischend anders. „So No What“ klingt nach Space-Pop für das gehobenen Radioprogramm, und der vielleicht beste Song „The Fear“ am Ende der Platte hätte auch auf  The Verves „Urban Hymns“ eine gute Figur abgegeben.

Das macht in der Summe dann noch immer ein hörenswertes fünftes, aber ganz sicher nicht das beste The Shins Studioalbum. Mercer hat noch genügend liebreizende 60er Popmelodien auf der hohen Kante, die zu Ohrwürmern taugen, er wäre aber gut beraten, seine Liebe zu Beats und Elektronik weiterhin zusammen mit Danger Mouse unter dem Namen Broken Bells auszuleben.

Paul McCartney darf aber natürlich trotzdem gerne mal in Mercers Hinterhof-Studio aufschlagen, um gemeinsame Sache zu machen.

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