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Gorillaz – Humanz

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Sechs Jahre waren die Gorillaz offline. Bis Damon Albarn im Herbst vergangenen Jahres die dunkle Vision vom Ausgang einer Wahl umwehte. Er antizipierte mögliche Folgen und rief gemeinsam mit Jamie Hewlett die Comic-Kombo wieder auf den Plan.

„Humanz“ bewegt sich im Komplex von Verführung, alternativen Fakten und Machthunger. Wenn dagegen überhaupt etwas hilft, dann der Zusammenhalt, was der musikalischen Kooperationsbereitschaft Albarns sehr entgegen kommt.

Die Liste der Unterstützer von 2D, Noodle, Murdoc Niccals und Russel Hobbs auf dieser Platte ist lang. Sehr lang sogar. Peven Everett, D.R.A.M., Kali Ushis sind neben vielen anderen dabei. Der Sache dienend, werden selbst alte Fehden über Bord geworfen und Noel Gallagher ist mit von der Partie.

Mit der Gabe für unterschwellige Melancholie, streut Damon Albarn Melodiefragmente über die Tracks. Dazu mischen sich Hip-Hop, House, Dancehall, Reggae, auf dieser Platte gibt es nichts, was es nicht gibt. Genre-Mix trifft eklektische Gorilla-Elemente, Frickelei trifft Future-Pop, die Gäste formen nicht das Konstrukt, sie sind ein Teil davon.

Je länger die Platte läuft, desto mehr verzettelt sich das Album in seiner Vielfalt. Ob alte Helden wie De La Soul oder aktuelle Stars wie Pusha T oder Kelela: das Album zielt, bei aller Liebe des Musikschöpfers zu „relevanter“ Musik, zu sehr in die Breite und kann bei all seinem Geschick für die Fusion unmöglicher Klangkonstellationen nicht immer überzeugen.

Da verliert sich auch 2 D zwischen all der Prominenz, man wünscht ihm mal wieder den Raum, den er auf den ersten beiden Alben ausfüllte. Immerhin ist hat er sich in einem der stärksten Stücke, dem schrägen „Charger“, geschickt an der Seite von Grace Jones platziert.

We Got The Power“ singt am Ende Jenny Beth im Credo ihrer Agit-Punk Band Savages. Das mag stimmen. Irgendwie ist das Interesse an dieser Stärke jedoch weltweit geschwunden. Selbst den Gorillaz scheint der Mumm gegenwärtig etwas abhanden gekommen zu sein.

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