Für diese Website registrieren

neunzehn − 8 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Happyness – Write In

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Vom „Wettentspannen“ erzählte schon PeterLicht. Was auch die Zusammenfassung von „Weird Litte Birthday“ von Happyness sein könnte. Zwei Jahre, nachdem den Londonern mit Veröffentlichung ihres Debüts die Herzen zuflogen, folgt nun die berühmt-berüchtigt schwierige zweite Platte.

Härten umschiffend beginnt das Trio „Write In“ wie gewohnt. „Falling Down“ macht den Anfang und man fällt tatsächlich vom ersten Akkord direkt wieder in eine Welt aus charmanten Melodien, die sich elegant wie die dort zu vernehmenden Streicher ins Gehör schmeicheln.

Das setzt sich in „The Real Starts Again“, dessen Piano sich vor den Beatles verneigt, mit der band-spezifischen Gabe für gefällige Kompositionen im Grenzbereich zwischen konkret und abstrakt fort.

Plötzlich zieht das Tempo an: in „Anytime“ trifft sich Sonic Youth mit Pavement, um auf einen hämmernden Bass verträumte Klangbilder, die fast in Dream-Pop Gefilden wildern, zu zeichnen.

Die sedierende Klavierballade „Through Windows“ im Anschluss versucht, mit psychedelischen Elementen zu betören.

Wo es dem Vorgänger die Varianz fehlte, punktet „Write In“ genau damit. Eine Dinausaur Jr. Feedback-Einlage setzt „Bigger Glass Less Full“ unter Strom, die Band tuckert in „Victor Lazarro`s Heart“ auf samtigen Americana durch die Landschaft, läuft mit „Anna, Lisa Calls“ im entspannten Slackermodus und watet durch den watteweichen Sound von „The C Is A B A G“.

Die musikalische Wundertüte besitzt keinen Boden, es knarzt und klappert. „Uptrend/Style Raids“ wiederholt stoisch über sechseinhalb Minuten eine Tonleiter. Wenn das elegische „Tunnel Vision On Your Part“ die Platte ausklingen lässt, hat sie das Gemüt erwärmt wie die Frühlingssonne.

Manchmal klingt es so schräg als wolle man das Gesamtwerk von Mark Oliver Everett verwalten, unterm Strich handelt es sich bei „Write In“ um eine außergewöhnliche Interpretation von Popmusik.

Auf der mit nur 500 Pfund Einsatz selbst produzierten Platte präsentieren sich Happyness vielschichtiger, kompakter und weniger ausschweifend. Trotz der mit voller Hingabe zelebrierten Melancholie, wirken sie allerdings nicht so gelöst wie auf dem Vorgänger.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.