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LOT (Credit Bastian Harting)

LOT – Der Plan ist über’s Meer – Alles ist gut

Nach seinem vor zwei Jahren veröffentlichten Debütalbum „200 Tage“ geht es für Lothar Robert Hansen alias LOT mit „Der Plan ist über’s Meer“ nun endlich in die zweite Runde. Mit einem Majorlabel im Vertriebsrücken und einer ausgewogenen Mixtur aus Herzschmerz-Deutsch-Pop und handgemachten Singer/Songwriter-Klängen sollen sich für den gebürtigen Hauptstädter, der mittlerweile seine Zelte in Leipzig aufgeschlagen hat, endlich alle Business-Türen öffnen.

Der erste Vorgeschmack in Form des Titeltracks, der bereits seit Monaten die Radio-Runde macht, lässt auch durchaus aufhorchen. Weitestgehend von gängigen Klischees befreit zeigt die dreieinhalbminütige Flucht-nach-vorne-Perle den meisten deutschsprachigen Fahrstuhl-Hits der Gegenwart die lange Nase.

Und auch der Rest des Albums bohrt hier und da mit einem imaginären Grinsen im „Gesicht“ in der klaffenden Wunde namens Deutsch-Pop. Sicher, kitschige Beziehungsdramen und Schluchzendes aus dem Durchhalte-Archiv wickeln sich auch bei LOT um die Eckpfeiler seines Schaffens.

Doch nur selten schlägt der Barde mit dem markanten Organ über die Stränge. Meist bekommt LOT noch rechtzeitig die Kurve und befeuert seinen intelligent arrangierten Deutsch-Pop mit schmissigen Lyrics fernab der Bendzko-und-Co-Schule.

Schlussendlich sitzt er daheim („Zwei Zimmer, Küche, Bad“) in seiner Wahlheimat „Leipzig“ gemütlich auf der Couch und legt gemeinsam mit den Kollegen Prinz Pi („Kein Herz“) und Alin Coen („Nische“) die Füße auf den Tisch.

Draußen auf der Straße regiert derweilen das Chaos („Darth Vader“). Aber, halb so wild. „Alles Ist Gut“. Irgendwie.

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