Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Für diese Website registrieren

5 × zwei =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

Marteria – Roswell

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Marteria und die Außerirdischen. Damit kennt sich der Rostocker in Figur unseres grünen Freundes Marsimoto bestens aus. Demzufolge ist von Insiderwissen auszugehen, wenn der Rap-Antistar seinem neuen Album den Namen des Ortes verpasst, an dem 1947 ein Ufo erschien.

Galaktischer Kämpfer auf dem Cover, „Aliens“ gemeinsam mit Teutilla (aka Arnim Teutoburg-Weiß von den Beatsteaks) als Vorab-Auskopplung und die Area 51 in die Heimat verlegt: der kosmische Hol- und Bringedienst scheint vor der Tür zu stehen.

Angesichts der zur Sau gemachten Erde wäre es tatsächlich an der Zeit, den Planeten zu wechseln. Marteria dreht daraus seine reflektierenden Wortspiele (oder die „Bob Marley Lunte“) mit Regional-Kolorit, ohne sich dabei zum Aggrokasper mit Vollstrecker-Attitüde zu machen.

„Scotty Beam Mich Hoch“ wäre ein bequemer Weg, um von hier zu verschwinden. Dann wäre es aber für umsonst gewesen, dass Marteria unlängst nach übermäßigem Alkoholkonsum mit entsprechenden Organausfällen beinahe unfreiwillig abgetreten wäre, eine in „Tauchstation“ aufgearbeitete Grenzerfahrung.

Es groovt, loopt und puncht. Keiner Bass-Line aus dem Weg gehend gilt es, den Umständen zu trotzen, selbst wenn „El Presidente“ und Konsorten dies notorisch verhindern wollen. Zu dem brummenden Sprechgesang, der „OMG!“ oder „Kids“ zu Ohrwürmern machte, mischen sich auf „Roswell“ andere, hellere Töne.

Aber „Das Geld Muss Weg“, Kapitalisten sowieso, die Zeit muss genossen werden wie eine Fahrt im „Cadillac“, die hier klingt wie ein Buena Vista Social Rap. Marteria positioniert sich politisch eindeutig und nimmt sich am Ende auf „Elfenbein“ mit Miss Platnum und  Yasha noch die Zeit zum Chillen.

Hoch hatte Marten Laciny die Latte für „Roswell“ selbst gelegt. Kein Problem für den leidenschaftlichen Angler. Gemeinsam mit der The Krauts-Crew hat er das große Hip-Hop-Einmaleins mit ein wenig Prodigy und der Aura von Bowies „Black Star“ gekreuzt. Damit ist wieder ein Album entstanden, welches Maßstäbe für den deutschen Hip-Hop neu definiert.

Marteria zeigt sich auf „Roswell“ alles andere als aus Antimaterie oder kurz vor dem Abflug. Zu Beginn der Festivalsaison kündigt die Platte eher organisches Brodeln vor und auf der Bühne an. Schon auf den geheimen Headliner beim Kosmonaut getippt? Ok, war er ja schon einmal, vielleicht sind es ja doch die Beginner

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.