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Pumarosa – The Witch – Poppige Träume

Als die Glass Animals im vergangenen November in hiesigen Gefilden auf Tour waren, hatte auch das Vorprogramm jede Menge zu bieten. Mit im Gepäck hatten die Briten nämlich ein Quintett aus London mit dem bezirzenden Namen Pumarosa.

Ein halbes Jahr später kann man sich nun auch ein Bild von den Studioqualitäten des Glass Animals-Support machen. Und die beeindrucken mindestens genauso wie die fast schon spirituelle Live-Performance der fünf Themse-Dream-Popper.

Mit ordentlich Dance-Einschlag und quirligen Saxofon-Einlagen präsentiert sich das von Dan Carey (Kate Tempest, Bat For Lashes, Django Django) produzierte Debütalbum der Band wie ein in den Achtzigern gezündetes Jam-Feuerwerk, das dieser Tage endlich im Hier und Jetzt seine Spuren hinterlässt.

Irgendwo zwischen Joy Divison, Kate Bush und Pendulum pendelnd treibt der Fünfer große Melodien vor sich her. Crunchige Gitarren, mystische Synthieflächen und pointierte Saxofon-Tupfer bilden das Fundament, auf dem eine weibliche Stimme wahlweise melancholisch jauchzend oder aufwühlend und energiegeladen zum Tanz unter der Discokugel lädt.

Mit ihrer undefinierbaren Melange aus nahezu allem, was dem Pop im Verbund mit Indie-Anleihen in den Achtzigern und Neunzigern wieder Leben eingehaucht hat, setzen Pumarosa dieser Tage ein dickes Branchen-Ausrufezeichen. Hier tanzt der Indie-Fan genauso vor Freude im Dreieck wie Anhänger träumerischer Pop-Soundscapes und Freunde düster angehauchter Gothic-Vibes.

Alles drin. Alle dran. Alles gut.

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