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Wir wollen Musik leben – Pumarosa im Interview

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Nicht jede neu gegründete Band braucht erst einmal zwei oder drei Jahre um sich musikalisch auszurichten. Manch Kollektiv stürmt bereits nach wenigen Wochen mit der Tür ins Haus. Pumarosa sind so eine Band, die sich keine großen Gedanken über langfristige Strukturen oder Konzepte macht. Die fünf Londoner Henry Brown, Tomoya Suzuki, Neville James, Nicholas Owen und Sängerin Isabel marschieren seit der Gründung der Band vor zwei Jahren konsequent vorneweg. Man musiziert einfach, lässt die Dinge laufen und schaut, auf welcher Bühne man am Ende des Tages landet.

Zwei Jahre später erntet die Band nun die Früchte ihrer Unbekümmertheit in Form des Debütalbums „The Witch„. Produziert wurde das Album von Dan Carey, der bereits mit etablierten Acts wie Kate Tempest und Django Django zusammengearbeitet hat. Zwei Wochen vor der Veröffentlichung von „The Witch“ trafen wir uns mit Gitarrist Neville James zum Interview und plauderten über ausgeprägten Tatendrang und unvergessliche Studiozeiten.

MusikBlog: Neville, ihr habt gerade eine kleinere Deutschland-Show hinter euch. Wie lief’s?

Neville James: In Berlin war es richtig toll. Dort haben wir im Badehaus gespielt. Das war eine coole Location mit vielen netten Leuten. Und am Ende war es auch richtig voll. Der Sound war gut, die Stimmung prächtig: Beide Daumen nach oben.

MusikBlog: Euer erstes Mal in Berlin?

Neville James: Nein, wir waren schon einmal hier. Aber kurz vor der Veröffentlichung unseres ersten Albums war es natürlich etwas Besonderes.

MusikBlog: Ihr lasst euch ja nicht aufhalten. Vor zwei Jahren wurde die Band erst gegründet. Jetzt habt ihr bereits eine EP und eurer Debütalbum im Kasten. Woher kommt dieser ausgeprägte Tatendrang?

Neville James: Wir ticken einfach so. Wenn wir mit etwas zufrieden sind, dann wollen wir auch gleich damit vor die Tür. Ich meine, auf was sollen wir warten? Das Business ist so schnelllebig. Wenn man im Flow ist, dann sollte man die Gunst der Stunde auch nutzen. Und wir sind jetzt seit zwei Jahren im Flow. (lacht) Es läuft einfach gut. Wir treffen uns, schreiben Songs und gehen dann raus auf die Bühne.

MusikBlog: Dort präsentiert ihr dann ein wildes Potpourri aus 80s-Pop, Indie-Wave und verträumtem Gothic. War dieser Klangpfad von Anfang an gewollt?

Neville James: Als wir uns das erste Mal trafen, hatten wir noch überhaupt keine Sound-Vorstellungen. Wir haben einfach aus dem Bauch heraus musiziert. Jeder hat was reingeworfen. Und am Ende der Probe klang es dann wie es klang. Wenn man nicht festgefahren und von vornherein klar ist, was man machen will, dann sollte man sich einfach ausprobieren. Sonst sitzt man wochenlang in musikalischen Sackgassen fest und kommt nicht weiter. Wir haben schnell gelernt, dass wir immer dann am besten funktionieren, wenn wir einfach loslegen und uns keine Gedanken machen.

MusikBlog: Live präsentiert ihr euch sehr energiegeladen. Manch einer spricht gar von spiritueller Ekstase, wenn es darum geht, eure Shows in Worte zu fassen. Wie schwer war es, diese Energie auch im Studio zu entfachen?

Neville James: Das war eigentlich ziemlich einfach. Wir haben uns im Studio nicht verstellt. Wir sind die Aufnahmen genauso angegangen. Alles wurde gebündelt. Und dann explodiert es, oder eben nicht. Glücklicherweise kam es zu vielen Explosionen. (lacht)

MusikBlog: Wie lief die Zusammenarbeit mit Dan Carey?

Neville James: Es hat natürlich geholfen, dass wir uns schon von den EP-Aufnahmen kannten. Dan ist ein fantastischer Kreativkopf, der genau weiß, was eine Band im Studio braucht. Und damit meine ich nicht nur die erlernten Produktionsfähigkeiten. Dan ist vor allem eine tolle Persönlichkeit, ein ganz feiner Kerl, mit dem man auch mal in Ruhe einen Kaffee trinken kann. Und sein Studio ist der Himmel für jeden Musiker. Das Drumset, die Gitarren an den Wänden, die Synthesizer: Überall steht und hängt antikes Equipment rum. Das war eine ganz großartige Zeit bei ihm im Studio.

MusikBlog: Ihr habt in den vergangenen zwei Jahren bereits viel erlebt. Letzten November wart ihr beispielsweise mit Glass Animals auf Tour. Die EP lief schon super. Und jetzt habt ihr euer Debütalbum am Start, dem erneut eine längere Tour folgen wird. Soll das Tempo so beibehalten werden?

Neville James: Ich sehe momentan keinen Grund irgendetwas zu ändern. Unsere Akkus sind voll, wir haben viel Spaß und sind überglücklich mit den Reaktionen. Warum sollten wir jetzt auf die Bremse treten?

MusikBlog: Carpe diem?

Neville James: (lacht) Exakt. Keine Ahnung wie es in zwei Jahren aussieht. Aber im Hier und Jetzt lassen wir als Band nichts unversucht. Wir gehen heute einen Schritt. Und morgen vielleicht zwei. Wir bleiben aber nie stehen. Das sind wir nicht. Wir wollen Musik leben. Ganz einfach.

MusikBlog: Vielen Dank für das Interview.

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