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Pumarosa (Credit Dexter Lander)

Pumarosa – Devastation

Schon der Bandname klingt so schön wolkig. „Pumarosa“. Wer sich so einen flauschigen Namen gibt, kann gar keine kratzige Musik machen. Dementsprechend klang das Debütalbum „The Witch“ von 2017 auch nach irgendwas zwischen Dream-Pop, Indie-Rock und Dance.

Der Nachfolger schwebt nicht ganz so sehr auf Wolke Sieben. Weniger Dream, weniger Pop, weniger Rosa – mehr Pumadüster, mehr „Devastation“. So heißt das neue Album ja auch ganz treffend, und der Name ist Programm.

Die fünf Rocker aus London haben sich weiterentwickelt und klingen auf LP2 härter und pessimistischer als noch vor zwei Jahren. Man braucht nur einen Blick auf die Tracklist zu werfen, die schon zeigt, wo es diesmal lang geht: „Fall Apart“, „Lose Control“, „I Am Lost“.

Stilistisch ist das immer noch genauso schwer zu greifen wie das Debüt. Zusammengehalten wird alles von Isabel Munoz-Newsome, der einzigen Frau in dieser Fünfer-Gruppe, die in den verletzlichen Momenten genauso gut klingt wie in den harten Gegenstücken.

Da sind einerseits die hypnotischen Elektrobeats in „I Can Change“ oder „Virtue“ oder der ansteckende Elektro-Pop-Song „Heaven“ mit Dance-Qualitäten.

Andererseits: Das dröhnende „Factory“, das bis zu seinem Finale immer bedrohlicher klingt. „Into the Woods“, der Gothic-Song dieses Albums. Und „I Am Lost“, in dem sich die Sängerin über acht Minuten einfach davontreiben lässt.

Letzterer gehört wohl du den besten unter den vielen tollen Songs dieses Albums – ein bisschen Dream ist dann doch auch auf dieser Platte.

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