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Avey Tare – Eucalyptus

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An allen Ecken und Enden Kaliforniens riecht es nach Eukalyptus. Dass das im 19. Jahrhundert zur Brennholzversorgung eingeschleppte, durstige und nur flachwurzelnde Myrtengewächs schon lange zu einem Problembaum des Sunshine-States geworden ist, spielt für Animal-Collective-Kopf Avey Tare, bürgerlich David Portner, bei der Namensgebung seines neuen Soloalbums weniger eine Rolle als seine mythische visuelle und olfaktorische Dauerpräsenz.

Ein bisschen kann man so auch ablesen, was „Eucalyptus“ für ein Album geworden ist. Das sechste Solowerk des Animal Collective Mitgründers lebt allein im emotionalen Pop-Moment. Feinste Folktronica-Psychedelia und wuseligen Experimental-Pop zelebrieren Animal Collective von je her. Mit „Eucalyptus“ treibt Avey Tare aber nun viel tollere Psych-Pop-Blüten der Weirdness.

„Eucalyptus“ ist ein sperriges, ewig mäanderndes Musikalbum, das nirgendwo hin will und folglich auch nirgends landet. Verträumt ist hier ein Understatement. Filigran geistern Akkustikgitarren durch Raum und Zeit und treffen in schrägen Melodieverläufen auf allerlei folkigen Instrumenten-Krimskrams, wie Maultrommeln.

Mit 62 Minuten lässt das Album dem Mäandern auch ausführlich Zeit. Ausschnitthaft mag Avey Tares psychedelischer Folk eine aufhorchend ungewöhnliche Nummer mit kruden Charme sein; in Gänze ist das weinerliche Gewusel aber schlicht anstrengend und in seiner Richtungslosigkeit naiv.

Dass Eukalyptus gut riecht und Tares Wahlheimat kennzeichnet, ist eben nicht alles, was es zu Eukalyptus in Kalifornien zu sagen gäbe. Und wenn introvertierte Musik derart orientierungslos umherschwirrt wie auf Avey Tares sechstem Soloalbum, bleibt nur noch den Finger zu weisen Richtung:

Da-geht’s-nach-Freak-Folk-Island – CocoRosie haben das Lagerfeuer schon geschürt. Für ein Wochenende und einen LSD-Trip ist’s ganz erholsam da. Bei wem danach die Realität nicht wieder Einzug hält, der hat ein kleines Problem.

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