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PVRIS – All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell

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PVRIS beklagen auf ihrem pointiert betitelten Zweitwerk die Liebe und den Herzschmerz. Sängerin Lyndse Gunnulfsen wirft ihre Beziehungskisten im Guten wie im Schlechten in die Waagschale, die dann leider zur falschen Seite ausschlägt.

„You took my heaven away“, protestiert sie im Opener „Heaven“. Zwei Songs später beteuert die Frontfrau dann „I don’t belong to anyone else“. Status: „Es ist kompliziert“.

So richtig aufgekratzt grantelt sie in „Same Soul“. „I’m just somebody that you used to love“ heißt es da. Und Gotye hat schon Tantiemen beantragt.

Mit dem einstigen Post-Hardcore-Einschlag des Trios aus Massachusetts hat das, was die Band auf „All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell“ anbietet, nichts mehr zu tun. Sie bleiben sich lieber ihrer Metamorphose treu.

2012 hieß die Band noch Operation Guillotine und versuchte sich sogar an Heavy-Metal. Nachdem dann der Bandname suchmaschinen-optimiert wurde und mit „White Noise“ 2014 ein respektables Debüt zwischen Post-Hardcore und Power-Pop folgte, gehen PVRIS jetzt eindeutig einen Schritt zu nah ans Feuer, in dem der massenkompatible Elektro-Rock lodert.

Die stapeldicken Synthesizer, die überfrachtete Elektronik und der pseudo-energetische Gesang klingen in der Summe so, als hätten Enter Shikari für Paramore geschrieben, weil deren Frontfrau Hayley Williams das einfach mal ausprobieren wollte. Am deutlichsten kann man das in „No Mercy“ nachhören, das zwischen schlüpfrig-lüstern und feministisch-selbstbewusst die Kurve nicht kriegt.

Aktuell sind PVRIS mit Muse und 30 Seconds To Mars auf Tour. Zum manierierten Schauspieler-Rock von letzteren passt der schwülstige Pop-Rock von PVRIS hervorragend. Ansonsten wirkt “All We Know Of Heaven, All We Need Of Hell” zuvorderst wie ein durch Verkaufsanalyse gestricktes Konsumprodukt.

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