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Metz – Strange Peace

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Der kanadische Punk ist wieder da! Drei Musiker, vier laute Buchstaben – Metz prügeln sich auf sensationelle Art durch ihr drittes Album. “Strange Peace” heißt ihr neuer Ableger und verspricht viel.

Allein der Opener “Mess Of Wires” zeigt die neugewonnene Aggressivität von Alex Edkins, Chris Slorach und Hayden Menzies. Rhythmen, Geschwindigkeit und Melodien verändern sich innerhalb des Songs kaum, aber dadurch erzeugen Metz eine eigene Energie, die an die ganz alten Sub Pop-Alben um Nirvana, Mudhoney, TAD oder Supersuckers erinnert.

“Nothing left but the hole in my soul after you / All you have doesn’t carry away the things you should leave behind / Make the sound!” – Metz machen den Sound, den Krach, den Lärm, den Trieb – alles, was man seit ihrem ersten Album mag. Nur Klangwelten aus vier bis sechs Saiten, keine Soli, Statements in 47 Sekunden bis drei Minuten – alles wird aus ihren Instrumenten rausgeprügelt.

Dass dies gelungen ist, lag nicht zuletzt an der Produktion. Kein geringerer als Mastermind Steve Albini persönlich nahm die Leitung in die Hand. Die neuen Songs wurden mit viel Engagement live on Tape aufgenommen. Alte Technik bewährt sich meistens.

“Strange Peace”, mit seiner schlichten Mischung und dem Mastering-Finish, lädt einem im Gegensatz zu früheren Arbeiten zum Genießen der Details ein. Gerade bei Songs wie “Cellophane”, “Lost in the Blank City”, “Escalator Teeth” oder “Sink” merkt man den allgemein vorherrschenden “Live”-Sound deutlich.

Die ganze Platte hinweg zeigt die Band äußerste Geduld, indem sie etappenweise ihre neu entdeckte Affinität zur Melodie enthüllen. Gerade bei “Cellophane” wird dies deutlich. Das Lied entwickelt sich zunächst über die gnadenlosen Wiederholungen zu einer Art Fixierung mit spitzen, stumpfen musikalischen Phrasen. Letztendlich endet es unerwartet in einem einen hymnischen Refrain.

Auf dem neuen Album ist es mehr das Element der Überraschung, welches zum Tragen kommt und die wahre Macht von “Strange Peace” aufzeigt. Aber auch beim Songwriting bleibt Metz sich treu. Sie sind weiterhin die wandelbaren, ohrenbetäubenden Raser, die sich keine Pause gönnen und auch mit der neuen LP keinen Fan allein in der Ecke sitzen lassen.

Bei manchen Songs kommt es einem so vor, als ob Albinis ehemalige Schützlinge in einer Band zusammenkommen. “Cellophane” hat einen Ohrwurmcharakter à la Kurt Cobain-Songbook. “Mr. Plague” ist eine beschleunigte Version  der besten Momente von Krist Novoselic in “Radio Friendly Unit Shifter”, während der Text des LP-Schlusslicht “Raw Materials” von den 90er Sonic Youth abstammen könnte.

Um es klar zu sagen: Metz hat sich nicht wie andere in eine Popband verwandelt. Sie haben eher das Gegenteil getan, indem sie Harmonien integriert haben, ohne weich zu werden. Die Tatsache, dass so wenige schwere Bands in der Lage waren, dies abzuziehen, zeigt, wie schwierig es ist. Mit “Strange Peace” macht Metz es einfach besser.

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