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Slotface – Try Not To Freak Out

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Musik aus Norwegen bedeutet nicht zwangsläufig a-ha, Runen-Rock oder den Briskeby Hit „Propaganda“. Das kleine Land im Norden hat ein deutlich breiteres Klang-Spektrum zu bieten.

Mit Sløtface kommen bemerkenswerte Newcomer hinzu. Obwohl das Quartett aus der Öl-Metropole Stavanger nun auch kein ganz unbeschriebenes Blatt mehr ist, haben sie doch bereits vier EP’s am Start.

Darauf befinden sich die ersten musikalischen Duftmarken der Band, die sich nach Facebook-Zensur Androhung semi-freiwillig von Slutface in Sløtface umbenannte. Diese werden jetzt mit „Try Not To Freak Out“ auf Albumformat ausgedehnt.

Hier wie dort schaffen es die Vier, aus wenigen Zutaten einen Pop-Grunge-Punk-Hybriden an den Start zu bringen, der mit reichlich gefälligen Hooks und eingängigen Melodien auffällt, dabei aber auch den nötigen Biss nicht vermissen lässt.

Thematisch verorten sich die Texte von Frontfrau Haley Shea, die im Vortrag manchmal an Gwen Stefanie früherer Tage erinnert, zwischen Riot Grrl (schließlich ist auch das lebenswerteste Land der Welt nicht gänzlich frei von sozialem Zündstoff) und den Leiden der Adoleszenz.

Die Unsicherheiten auf dem Weg ins dritte Lebensjahrzehnt bestimmen weite Teile der Platte, was nicht heißt, Feiern käme zu kurz, wovon man sich zuletzt optisch im Video zu „Pitted“ überzeugen konnte.

Also gibt es zu quirligem Pop-Punk neben Feminismus und Gender-Theorie jede Menge Kollisionen von Unschuld und Erfahrung. Mit „Night Guilt“ und „Sun Bleached“ umkreisen weltweit gültige rebellische Positionen die Vernunft-Baseline.

Musikalisch gefallen Sløtface am besten, wenn aus allen verfügbaren Rohren mit dem Erbe von Nirvana, Transvision Vamp oder Placebo gefeuert wird, schließlich gilt es, die Sensibelchen mit den Akustik-Gitarren mit deren eigenen Instrumenten zu verprügeln, wie es „Nancy Drew“ erzählt.

„Try Not To Freak Out“ hat noch nicht das Zeug zum Klassiker im 2017er-Almanach, ist jedoch sehr wohl eine Platte, die mit rotzfrecher Attitüde ein Achtungszeichen setzt und seine Indie-Hausaufgaben mehr als nur erledigt hat.

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