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Liam Gallagher – As You Were – Roll with it

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Zu beneiden ist Liam Gallagher wirklich nicht. Dauerhaft im Kernschatten seines großen Bruders brachten seine eigenen musikalischen Gehversuche mit Beady Eye nach dem Aus von Oasis keine nachhaltige Beachtung, nach zwei Auflagen war schon wieder Schluss.

Dem jetzigen Solo-Debüt hätte er viel lieber eine Reunion der ehemaligen Helden vorgezogen. Mit „Der Ball liegt zu 100 Millionen Prozent in Noels Spielfeld“ lässt er sich dazu zitieren. Der Angesprochene hat vermutlich den Greenkeeper längst angewiesen, das Spielgerät mit Beton zu verfüllen und im Meer zu versenken.

Sei’s drum, was Liam auf „As You Were“ vorlegt, klingt keineswegs verkehrt. Ego-entsprechend zuletzt überlebensgroß im Rahmen des Reeperbahn Festival promotet (was tags darauf umgehend von MTV-Legende Ray Cokes als „rubbish“ getadelt wurde) bietet er Songs an, die weder Brit-Pop noch Oasis neu erfinden. Für Genre-Liebhaber kann es trotzdem eine Alternative zum x-ten Mal Hören von „(What`s The Story) Morning Glory?“ oder anderer Großtaten des Brüderpaars sein.

Einsteiger „Wall Of Glass“ bietet sofort eine Offerte für 90’s-Nostalgiker. Mit unverwechselbarem Genörgel in der Stimme, dem Erzeugen heimeliger Pub-Atmosphäre vom Gitarren-Akkord bis zum Handclap fällt der Liam trotz des familiären Ungleichgewichts in Sachen Songschreiber-Talent nicht weit vom Gallagher-Stamm.

Was gefällt, sind die forsche Produktion und die fokussierte Kürze der Songs. Ohne pathetisches Gedöns (wenn überhaupt, dann in „When I’m In Need“ oder „Universal Gleam“ in hömöopathischen Dosen angeboten) reichen meist um die dreieinhalb Minuten um Beatles-Verehrung, um Sing-a-long Refrains und noch vorhandene Rock`Roll-Star Aura auf den Punkt zu bringen.

Aufgepeppt wird die Angelegenheit durch die groovige Frische von „Greedy Soul“ (mit inkludierter Geschwister-Schelte), dem Gospel-affinen Background von „Bold“ oder den flotten Pop-Blues von „You Better Run“.

Zu guter Letzt erblickt mit „I Never Wanna Be Like You“ noch sein kompositorisch bisher hellster Moment das Licht der Musik-Welt.

Selbst wenn die Stücke nicht besonders lange im Ohr bleiben wollen: „Roll With It“.

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