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Prinz Pi – Nichts War Umsonst

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Die Welt geht vor die Hunde, aber Prinz Pi ist Optimist geblieben. Schon auf seinem letzten Album „Im Westen nichts Neues“ konnte der Berliner biographischen Tiefpunkten noch etwas Gutes abgewinnen. In der nah am Kitsch gebauten Lattenrosthymne „1,40m“ hieß es etwa: „Die Momente direkt nach dem Streit sind die engsten und die größten Hoffnungen, die liegen hinter Ängsten.“

Auf „Nichts War Umsonst“ setzt der Rapper noch einen drauf. „Jede Qual hat uns trainiert, nichts war umsonst“, heißt es im Titeltrack, in dem sich Pi an seinen Start in der Hip-Hop-Welt erinnert. Underground war gestern, heute fährt der Kerl seinen Wagen in die Tiefgarage. Es sei ihm gegönnt, Storytelling beherrscht der zweifache Vater nämlich immer noch.

Von der Hoffnung, die Hoffnung nicht zu verlieren, erzählt dann das besonnene „Zahlen“. Den gesellschaftskritischen Gestus hat Pi nicht verloren, aber kämpferische Zeilen sucht man auf „Nichts War Umsonst“ vergebens.

Dafür versteht sich der ehemalige Prinz Porno immer mehr in Sachen Romantik. In „Vielleicht“ trifft Orgel-Synthie auf Mini-Gospelchor und Pi reimt „Vermisse dich so“ auf „Blicke zum Mond“.

Keine Frage: Der Typ macht jetzt Pop. Mit Bosse feiert er in „Hellrot“ die Frühlingseuphorie und macht die Fenster auf. In „Das Original“ besingt er mit Mark Forster die Individualität, nur eben mit für das Stadion prädestiniertem Refrain. „Wenn man besonders ist, dann kann man den Standard nicht bedienen“, heißt es hier. Doch ob er selbst noch daran glaubt?

Technisch liefert Pi souverän ab, verweigert sich Battlerap-Sachzwängen und setzt stattdessen auf Befindlichkeit und sentimentale Szenen.

Auch der Bandsound imponiert. Das ist Grown Man Rap, der größtenteils gelingt, aber in Refrains wie von „Trümmerfeld“ eher nach Sidos „Astronaut“ klingt. Am Ende greift man aber doch lieber zur neuen Zugezogen Maskulin.

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