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Franz Ferdinand – Always Ascending

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Es war kurz nach der Jahrtausendwende, als ein Quartett aus Schottland in schnittigen Anzügen die Indie-Rock Welt mit zackigen Gitarrenriffs zersägte, sich 2004 das Debütalbum von Franz Ferdinand anhörte wie ein Best-Of, bestand es praktisch ausschließlich aus Hits.

Das Anliegen des darin enthaltenen „Take Me Out“ erklärte sich mit einen Glasgow-Besuch. Trotz des netten Blicks vom Friedhofhügel „Necropolis“ über die City: kreative Geister zieht es von hier weg in die Welt, eine diese Möglichkeiten eröffnende Platte ist dabei für Musiker ungemein hilfreich.

Ist dies geschafft, kann der eigene Fundus verwaltet werden. Dachte sich wohl auch Mastermind Alex Kapranos, denn das, was dem ersten Aufschlag folgte, reichte mit wenigen Ausnahmen nicht an Großtaten wie „The Dark Of The Matinée“ oder „Darts Of Pleasure“ heran und relativiert damit den jetzigen Albumtitel.

Aus der Fusion mit den Sparks via „FFS“ entsprang zuletzt möglicherweise das entscheidende Stück Inspiration für „Always Ascending“, nach den Worten von Kapranos ein „futuristisch und naturalistisches“ Album, welches – elektronisch geprägt – der gitarren-orientierten Charakteristik der Band nicht mehr folgen will.

Experimentell wie nie versuchen die Stücke Klanghistorie in neue musikalische Horizonte einzubinden. Beim pumpenden Beat des Titeltracks zu Beginn, zweifellos mit dem Zeug zum Dancefloor-Filler ausgestattet, erschließt sich zunächst nicht, was hier das zukunftsweisende Element sein soll. Zwischen Euro-Dance und 70er Disco-Kugel klingt der Track, als hätte jemand Franz Ferdinand die Tür des Studio 54 vor der Nase zugeknallt.

Weiter geht der Versuch, das eigene musikalische Erbe mit dem Sound vergangener Epochen zu reformieren. Der Bandleader gefällt mit der Lakonie seiner Texte, es liegt eine hübsche Pianolinie unter den Synthi-Tonleitern von „Paper Cages“, ist das Sparks-befruchtet Arrangement von „Finally“ von einer breiten Palette an Tonschnipseln inspiriert.

Kann das auf Albumlänge gut gehen? Es kann, nicht zuletzt, weil Neu-Gitarrist Dino Bardot seine Einsätze mit dem sonstigen Equipment synchronisiert, sein präzises Instrument nicht mehr führt, sondern es im restlichen Instrumentarium aufgeht und trotzdem latenter Anker im Song-Gefüge bleibt.

Geschmeidig wird „The Academy Award“ zur elektronischen Ballade, könnten die schwärmerischen Keyboards von „Lois Lane“ aus einem pomp-freien Pet Shop Boys Stück stammen.

Album-Highlight „Huck And Jim“ fährt eine innovative Breitseite auf, „Feel The Love Go“ glänzt mit der Hibbeligkeit der Nuller-Jahre, dramatisch klappt „Slow Don`t Kill Me Slow“  die Platte zu.

Das neue Antlitz von Franz Ferdinand gefällt erst auf den zweiten Blick, Puristen unter ihren Anhängern eventuell nicht einmal auf diesen.

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