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Moose Blood – I Don’t Think I Can Do This Anymore

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Moose Blood bringen mit „I Don’t Think I Can Do This Anymore“ ihr drittes Album auf den Markt. Nach „I’ll Keep You In Mind, From Time To Time“ und „Blush“ hängen einige Fragen wie ein Arsenal an Damokles-Schwertern über den vier Briten.

Können sie sich endlich aus der Position als weniger forderndem Brand New-Klon emanzipieren und im amerikanischen Emo-Punk neue Impulse setzen? Haben sie mehr Sounds im Repertoire als den sehr einheitlichen, verlangsamten Pop-Punk des zweiten Albums?

Und können Moose Blood überhaupt mehr Leute erreichen als melancholische Teenager, die sich an ihren zwischen Prätentiösität und Poesie pendelnden und gern zum ersteren tendierenden Texten erfreuen können?

Die klare Antwort auf diese Fragen lautet: „Jein“. Mit „Have I Told You Enough“, „Talk In Your Sleep“, „Pull Me From The Floor“ und „Such A Shame“ präsentieren Moose Blood sich wieder von einer Seite, die wir auf „Blush“ schon gut genug kennen gelernt haben.

Die Lieder machen Spaß und spielen auf ein bittersüßes Gefühl der Jugendlichkeit an, das im Pop-Punk immer wieder seinen Platz findet. So dürften diese Songs wenigstens einige Tracks des letzten Albums auf der Setlist für die kommende Tour ablösen.

Auf anderen Tracks machen Moose Blood es aber eben nicht so wie gewohnt. „Can We Stay Like This“ dürfte zum Beispiel der erste Moment in der kurzen Geschichte der Band sein, in der Sänger Eddy Brewerton seine Stimme erhebt und in selbstbewusster Art einen für ihn sehr hohen Refrain souverän vertont.

Und auch „It’s Too Much“ lässt erstmals keinen Zweifel daran, dass Moose Blood doch von der Insel und nicht aus den Staaten kommen. Die Riffs und die Atmosphäre, die dieser Song erzeugt, lassen Erinnerungen an Brit-Rock-Ikonen wie The Stone Roses wach werden.

Die Erinnerungen sind sehr blass und der Vergleich mit den Stone Roses keinesfalls als qualitative Gleichstellung zu verstehen. Wenn man den Brit-Rock aber als riesige Wüste der Inspiration verstehen mag, haben Moose Blood mit diesem Song endlich eine kleine Schaufel genommen.

Ob das reicht, auch Skeptiker von dem Gehalt ihrer Musik zu überzeugen, bleibt fraglich. Zu oft begeben sich Moose Blood textlich in Gefilde, die sie selbst schon längst abgegrast haben.

Eingängig bleibt es zwar, und auch die Live-Auftritte der Band dürften dank der neuen Songs weiterhin eine hohe Energie und einen niedrigen Altersschnitt haben, aber so richtig fühlt es sich nicht an, als hätten Moose Blood wirklich eine Vision ihres eigenen Sounds.

Sound-Lethargie hin oder her. Rührend sind einige der überladenen Texte trotzdem und so bleibt zum Schluss noch ein Song, in dem Brewerton seine Mutter besingt, übrig, den jeder verstehen wird: „Walk All Day With You“. Auch Kritiker haben Mütter. Am 13. Mai ist Muttertag.

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