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Nap Eyes (Credit Carolyn Hirtle)

Nap Eyes – I’m Bad Now – Splittriger Glanz

Erfolgreiche Musik muss nicht immer nach vorne gehen, vor Euphorie nur so strotzen und in puncto Technik und Talent überdurchschnittlich dicke Ausrufezeichen setzen. Erfolgreiche Musik kann sich oberflächlich „betrachtet“ auch stinklangweilig und nörgelnd aus den Boxen schälen.

Am Ende des Tages entscheidet immer der subjektive Zugang über die Vergabe von Gold-Medaillen und Distelzweigen. Die kanadischen Indie-Pop-Rocker von Nap Eyes sind ein Paradebeispiel für zermürbende Klangkunst, die auch abseits der musikalischen Hochglanz-Branche prächtig funktioniert.

Woran das liegt? Keine Ahnung. Fakt ist: Das immer wieder gerne mit Pavement verglichene Quartett aus Halifax kommt weder mit großartigen Gesangsleistungen noch mit besonders hervorzuhebender spielerischer Finesse um die Ecke.

Und dennoch hört man gerne zu, wenn sich die zwischen simplem Singer/Songwriter-Pop und crunchigem Indie-Rock pendelnden Background-Sounds mit Nigel Chapmans nölenden Melancholie-Lyrics zu einem schlürfenden, großen Ganzen verbinden.

Fernab von jeglichem Single-Druck geht es den Verantwortlichen auf ihrem mittlerweile dritten Studiowerk mehr denn je um den berühmten roten Faden. Man liefert auf Albumlänge ab. Und das mit einer gleichbleibenden Monotonie, die spätestens nach dem dritten Durchlauf des Albums süchtig macht.

Wie schon gefragt: Woran das liegt? Warum das so ist? Was hier genau betört und bezirzt? Keine Ahnung. Ist aber auch nicht wichtig. Hauptsache, der Hörer lächelt, und drückt immer wieder gerne auf den Button mit der Aufschrift „repeat“.

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