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Nathaniel Rateliff And The Night Sweats – Live in der Muffathalle, München

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Sie sind wieder da! Zurück auf den großen Bühnen der Welt! Na gut, so richtig waren Nathaniel Rateliff & The Night Sweats ja nie weg. Seit 2013 sind sie nonstop auf Tour und bereisten seitdem gefühlt jedes Land der Welt. Dass sie dabei noch Zeit für ihr zweites Album “Tearing At The Seams” fanden, grenzt schon fast an das Unmögliche.

Gestern gab es das erste Deutschlandkonzert mit neuem Album in der ausverkauften Muffathalle München zu bestaunen. Die Halle war von Anfang an sehr schnell gefüllt und schon im ersten Moment merkte man an den Gesichtern des Publikums, dass viele Nathaniel Rateliff & The Night Sweats nicht zum ersten Mal sahen. Seit knapp vier Jahren spielt die Band regelmäßig in Deutschland und baute sich in all den Jahren eine große Fangemeinschaft auf.

Punkt 21:30 Uhr ging es los. Wie eine Band aus den 60ern liefen knapp acht Musiker allesamt in Lederjacken inklusive „The Night Sweats“-Stickerei auf die Bühne und versprühten gleich eine solche Energie, dass die Freude noch mehr anstieg.  

Die Musik begann und das Publikum wartete gespannt darauf, dass sich Rateliff seiner Band anschloss. Bewaffnet mit einer vollen Bläsergruppe, einer eingesperrten Rhythmusgruppe und einem Pianisten kam Nathaniel Rateliff dann auf die Bühne und begrüßte die ausverkaufte Halle. Bevor er anfing, hob Nathaniel Rateliff seinen Hut wie ein Gentleman der Menge entgegen, trank einen kleinen Schluck und dann ging es los.

Der in Denver ansässige Sänger hat eine unglaublich gefühlvolle Stimme, die in seiner Musik komplett aufgeht – sein kratziger, aber kraftvoller Tenor drang durch die Halle, ohne die vielfältige Instrumentierung der Band in den Schatten zu stellen.

Die enge, ineinandergreifende Rhythmussektion fügte gerade bei den ersten Songs “Shoe Boot” und “Look It Here” so farbenfrohe Klangelemente hinzu, dass viele Leute im Publikum nicht anders konnten als zu tanzen und – nach entsprechender Aufforderung durch Nathaniel – mit hoch erhobenen Händen mitzuklatschen.

Weiter ging es mit “I Did it” und “Wasting Time“ – zwei älteren Songs, die so viel Soul versprühten, dass man denken konnte, man hätte eine Zeitreise in die 60er gemacht. Es scheint an Bläsern irgendetwas zu geben, was die Menschen verrückt macht.   

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats nutzten jeden einzelnen Zentimeter der Bühne aus. Es war fast unmöglich, sich während des Sets auf ein Bandmitglied zu konzentrieren, da jeder auf der Bühne alles gab. Rateliff zeigte gelegentlich seine schnellen Füße, indem er über die Bühne tanzte.

Für die Fans, die nur das traurige Soloalbum „In Memory Of Loss“ aus dem Jahr 2010 oder das selbstbetitelte Debüt kannten, mag der Auftritt erstaunlich gewesen sein, aber offensichtlich war den meisten Fans der Soul der jüngeren Tage bereits vertraut.

Die Show umfasste viele neue Songs der Band wie z.B. „Out On The Weekend“ oder “Baby I Lost My Way, (But I’m Going Home)”. Gerade das schnelle “Intro” kam bei vielen im Publikum gut an. Trotzdem fühlte sich die Setlist sehr homogen an und man wurde eingelullt in eine Abschlußball-Atmosphäre.

Bevor es jedoch langweilig werden konnte, kam das Highlight – “S.O.B.” – die Hitsingle vom Debütalbum und praktisch der Türöffner für Nathaniel Rateliff & The Night Sweats auf dem Weg zur internationalen Karriere.

Voller Energie und Leidenschaft holten die Musiker wirklich alles aus ihren Instrumenten raus und zogen das Publikum in eine Art Delirium. Alle im Saal klatschten im Rhythmus, wurden ein Teil der Musik und Rateliff sang sichtlich glücklich die erste Strophe. Doch beim ersten Refrain brach die monotone Ruhe auseinander und explodierte förmlich. München lag Nathaniel Rateliff & The Night Sweats zu Füßen.

Zum Schluss gab es mit “Trying So Hard Not to Know” und “Tearing At The Seams” noch zwei weitere Songs, die den Abend perfekt abrundeten. Gerade der Titelsong des zweiten Albums mit seiner soulig-bluesigen Art brachte eine solch überwältigende Stimmung, dass man sich wünschte, das Konzert würde wieder von vorn anfangen.

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