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The Garden – Mirror Might Steal Your Charm

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The Garden sind in ihrer Verrücktheit obsessive Stoiker. Sie können nicht anders. Würden Sie, hielten sie ihre Musik selbst nicht aus. „Mirror Might Steal Your Charm“ ist der dritte Streich Wahnsinn auf Albumlänge.

Künstler, die mit rabiat unkonventionellen, verschrobenen Alben debütierten, hatten ihre Meisterwerke meist erst dann, wenn es ihnen gelang, ihre Crazyness dann und wann im Zaum zu halten und die ungebremste Kreativität in Bahnen zu lenken, die den Songs Struktur gaben.

Die Zwillingsbrüder Wyatt und Fletcher Shears aus Orange County, Kalifornien halten davon wenig. Sie geben ihrer dritten Platte im Vergleich zu den bereits äußerst durchtriebenen Vorgängern eher noch einen weiteren Tritt in Richtung ungebremster Narretei.

Das wiederum spricht für ihre Überzeugung von radikaler, nonkonformistischer Kunst, verlangt dem Hörer aber auch einiges ab. „Mirror Might Steal Your Charm“ ist ein Stilmix-Overkill mit erstaunlich britischer Note – für ein Album, das in der Sonne gereift ist. Und das nicht etwa von Song zu Song, sondern von Sekunde zu Sekunde.

Elektronica, Acid-House, Industrial, Hip-Hop, Noise-Pop, Groove-Rock, Post-Punk und sehr viel Raserei kennen hier untereinander keine Grenzen mehr und konkurrieren willenlos um Machtpositionen.

Das Zauberwort heißt Eklektizismus. Manch ein Titel bringt das Vielfalts-Dilemma sogar selbst auf den Punkt: „Who Am I Going To Share All Of This Wine With?“

Es fiele einfacher, die Dinge beim Namen zu nennen, die The Garden nicht anfassen, als aufzuzählen, was sie sich an Sounds, Genres, musikalischen Gereimt- und Ungereimtheiten einverleiben, um sie – und anders lässt es sich nicht interpretieren – auch durch den Kakao zu ziehen.

„Mirror Might Steal Your Charm“ ist so gesehen eine Spitzen-Persiflage, so spannend wie anstrengend und das letzte Therapiemittel für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefiziten.

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