Blaudzun – _UP_

Draußen wird’s sommerlich warm und der Frühjahrsputz lässt sich nun wirklich nicht mehr nach hinten verschieben. Jetzt fehlt nur noch die passende Musik, um sich auch dazu aufzuraffen. Grund genug, erst mal mit einem musikalischen Frühjahrsputz zu beginnen, die alten Wintersounds endgültig zu verbannen und Platz für Neues zu machen – zum Beispiel für Blaudzun und seine neue Platte „_UP_“.

Der niederländische Singer-Songwriter, der bürgerlich auf den Namen Johannes Sigmond hört, ist kein Newcomer im eigentlichen Sinne. Er macht schließlich bereits seit etwa 10 Jahren Musik und erlangte damit in seiner Heimat den Niederlanden wie auch in Belgien bereits nicht unbedeutende Erfolge. Insbesondere sein drittes Album „Heavy Flowers“ (2012) wurde sehr positiv aufgenommen. In Deutschland wird Blaudzun jedoch immer noch als Geheimtipp gehandelt, Zeit das ein für alle Mal zu ändern.

Das Album „_UP_“ ist der letzte Teil der sogenannten ‚Jupiter-Trilogie‘ und folgt auf die beiden Platten „Jupiter I“ (2016) und „Jupiter II“ (2017). Ins Auge springt dabei zunächst der ungewöhnliche Titel, der sich nicht nur deutlich von den beiden Vorgängern unterscheidet, sondern auch unabhängig davon eine gewisse Eigenheit innehat. Die orthografische Besonderheit mit den beiden Unterstrichen zieht sich wie ein roter Faden durch das Album und findet sich in jedem der Tracks wieder.

Die Songs passen aber nicht nur optisch hervorragend zusammen, sondern fügen sich auch musikalisch zu einem harmonischen Klangkonzept zusammen. Gerne wird Blaudzun mit Arcade Fire verglichen und ja, das ergibt definitiv Sinn – besonders deutlich beim Titel „_Hey Now“. Beim ersten Hören von „_UP_“ dachte ich jedoch zunächst an die Editors, beim zweiten Hören dann an die Berliner Indie-Elektro-Band Abby.

Am besten lässt sich Blaudzuns Sound wohl als eine ausgewogene Mischung aus allen dreien beschreiben. Aber auch in anderer Hinsicht ist „_UP_“ eine feine Mischung:

Hier treffen klassische Indie-Instrumente wie Drums und Gitarren auf orchestrale Streicher und Klavier – beispielhaft in „Everystep_“ zu hören. Poppige Elektro-Beats wie in „_Circles“ und Blaudzuns erstaunlich hohe Stimme – vor allem für einen derart großen und bärtigen Mann – verpassen dem Ganzen eine gewisse Unbeschwertheit und machen das Album zu einem leichtfüßigen Frühjahrs-Schmankerl.

Perfekt zum Putzen oder sich in der Sonne vor dem Putzen zu drücken.

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