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DJ Koze – knock knock

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Von vor bald fünf Jahren schwamm Stefan Kozalla, alias DJ Koze, mit seinem letzten hervorragenden Soloalbum „Amygdala“, jener an Furcht und Angst elementar beteiligten Hirnregion, gegen die in Clubs vorherrschenden derben, treibenden und basswuchtigen Elektro-Konventionen an und schuf ein herrlich entschleunigtes Beat-Reich voller Wärme, Harmonien und Zeitlosigkeiten.

Wenig überraschend setzt DJ Koze diesen Weg auf „Knock Knock“ konsequent und wunderschön fort. Dabei sollten junge Semester nicht außer Acht lassen, dass Koze durchaus mal anders konnte.

Als MC der Hamburger links-alternativen Hip-Hop-Kombo Fischmob würde man Herrn Kozalla heute ebenso wenig wiedererkennen, wie unter seinem, einige Jahre gepflegten humoresken DJ Alter Ego Adolf Noise; ein wenig eher vielleicht schon als Beteiligter an der Minimal-House-Band International Pony.

Doch auch frühere Soloalben von DJ Koze wie das 2005er Minimal-Bass-Monster „Kosi Comes Around“ haben fast gar nichts mehr mit der heutigen Soundwelt von „Kosi“ zu tun.

„Knock Knock“ nun ist noch mehr als „Amygdala“ ein Kollaborationsalbum geworden: An allen Ecken und Enden tummeln sich illustre Gäste. Bon Iver wird munter gesampelt, die Damen Sophia Kennedy und Róisín Murphy greifen jeweils gleich zweimal zum Mikrofon, José González, Lambchop-Frontmann Kurt Wagner oder Conscious-Hip-Hop-Veteran Speech finden ebenso Platz im wärmedurchfluteten, feinen Beat-Gewimmel wie ein Soul-Klassiker von Gladys Knight aus den 70ern.

Leider erzeugt dies den einzigen Wermutstropfen auf DJ Kozes viertem regulärem Soloalbum. Die Phalanx illustrer Gäste macht den Songreigen ein wenig zu bunt, auch wenn den musikalischen Hut hörbar DJ Koze auf hat und, wie im Grunde immer, auf höchstem Niveau Elektronisches zusammenproduziert.

Vielleicht ist es letzten Endes nur eine Geschmacksfrage, aber die zeitlose elektronische Qualitätsmusik von DJ Koze hat auf „Knock Knock“ ein paar Minuten zu viel Gäste-Gesang zu Lasten träumerischster Instrumental-Parts.

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