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DMA’s – For Now

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Britpop aus Down Under. Da schlägt zunächst die Skepsis Haken und der Blutdruck in die Höhe. Bei DMA’s ist das völlig überflüssige Hysterie. Das Trio macht das qualitativ äußerst überzeugend und auf dem neuen Album „For Now“ deutlich besser als auf dem Debüt.

Bei „Hills End“ sprang 2016 vor allem eine Referenz direkt ins Ohr. DMA’s wollten etwas zu offensichtlich Oasis sein. Das hatte sich sogar bei Noel Gallagher herum gesprochen, der daraufhin seine Abneigung gegenüber den Australiern kundtat, bevor er auch nur einen Song gehört hätte.

Mit ihrem zweiten Album weitet die Band den Referenzkreis aus. Im Querschnitt ist die Platte zwar noch immer ein gedankenvergessener Britpop-Kniefall, der mit „For Now“ auch sehr Oasis-mäßig startet, doch bereits mit dem zweiten Song „Dawning“ greifen DMA’s auch nach US-amerikanischem Indie-Rock im Schatten von Nada Surf.

Vom etwas zu nah an den Pet Shop Boys gebauten „The End“ einmal abgesehen, ist „For Now“ die goldrichtige, rosig-schmiegsame Mitte eben dieser Koordinaten: So wollig wie Nada Surf, so süffig wie Oasis und so nostalgisch wie der Papst hat sich 2018 noch niemand in den Sommer gestürzt. Man müsste damit Werbung machen, wenn EA-Sports nicht längst schon ihre Fifa-Reihe auf die Band angesetzt hätte.

Manche werden das trotzdem als Epigonen-Kram beiseitelegen, darüber hinweghören und damit weder Band noch sich selbst einen Gefallen tun. Denn Die Songwriting-Qualitäten in schmissigen Indie-Hits wie „Break Me“ oder „Health“ können mit den Originalen problemlos mithalten.

Solch unbedarft schwelgerische Melodien schreibt nur, wer keine zweimal nachdenkt. Tommy O’Dell singt intuitiv, mit Charme und Fortune und gewinnt mit süßer Melancholie nicht nur die Leichtgläubigen – sondern auch The Verve – und Manic Street Preachers Afficionados.

„For Now“ ist mehr als solide Nachlassverwaltung, da können noch so viele Kenner den Neunzigern nachweinen.

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