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Grouper – Grid Of Points

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Nein, das neue Album von Grouper ist keine Ansammlung euphorischer Songs, die unterschiedliche Feiertage vertonen und dabei den perfekten Soundtrack für die nächste Party liefern. Titel wie „Thanksgiving Song“ und „Birthday Song“ sind keineswegs dafür geeignet, beim nächsten Kindergeburtstag auf dem Piano dargeboten zu werden. Jetzt wo das geklärt ist, zum eigentlichen Review.

Denn mit „Grid Of Points“ gelingt es Elizabeth Harris alias Grouper auf ihrem elften Album, ungezwungene Ruhe und wutlose Kraft in einer atmosphärischen Liedersammlung zusammenzufassen, die in ihrer Kürze überzeugt.

Etwas ruhiger als London Grammar, von ähnlicher gospelartiger und sakraler Eleganz, wie ein läuternder Hauch entzückender und bedrückender Melodien tritt Grouper schon im Intro „The Races“ in Erscheinung. Im Laufe des Albums wird klar, dass Persönliches und Banales hier im Energetischen, in Schwingungen und Frequenzen ihre Symbiose ausleben können.

Konkret wird sie dabei nie, und so fühlt sich das Album in seiner Gesamtheit auch eher an wie der Soundtrack einer langen Konzeptdarbietung als wie eine LP mit individuellen Tracks.

Anzumerken wäre an dieser Stelle der künstlerische Hintergrund Harris‘, die im Jahr 2012 mit „Violet Replacement“ als Künstlerin und Live-Interpretatorin ihres eigenen und fremden Materials in England und Europa unterwegs war. Dass dabei Produkte entstanden, die, ähnlich wie „Grid Of Points“, keinem vorgegebenen Plan, sondern nur der Intuition Harris‘ folgten, erklärt jedenfalls Groupers Faszination für den Entstehungsprozess und das Unfertige.

Und obwohl selbst Disharmonien in „Birthday Song“ nicht fehl am Platz sind, sondern gewollter Ausdruck innerer Unschlüssigkeit zu sein scheinen, stellt sich endgültig die Frage, ob die selten pop-melodischen Klänge, die Harris in „Grid Of Points“ anschlägt, wirklich Konzept haben oder eigentlich doch nirgendwo hinführen.

Genau so weiß man nicht, was es ist, das am Ende des letzten Tracks „Breathing“ an einem vorbeifährt. Ein Zug vielleicht oder ein alter Bus, das Warten an der Schiene oder das melancholische Beobachten vorbeifahrender Bahnen.

Die bezeichnende Frage im Kopf, wohin die Reise eigentlich geht. „Grid Of Points“, ein Raster aus Punkten. Die muss jetzt nur noch jemand verbinden.

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