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Warum Moby als einer der besten Live-Performer des Elektro-Genres gilt, davon konnte man sich am gestrigen Dienstag vor der Skyline der Dresdner Altstadt überzeugen, wo sich ein tanzaffines Publikum versammelt hatte, um mit dem New Yorker ein Konzert zu feiern, das hielt, was sich die Fans davon versprechen durften.

Everything Was Beautiful And Nothing Hurt“- der Titel seines 2018er Album hätte gut das Motto der Veranstaltung sein können, Moby lieferte mit Gitarre, Synthies und Percussions ein Set, in dem kaum ein Hit aus der langen Karriere zwischen dem selbstbetiteltem Debütalbum und „Future Quiet“ fehlte.

Die ersten Beats von „Bodyrock“ versetzten die Besucher*innen direkt in Bewegung, die im Anschluss beim sphärischen – David Lynch gewidmeten – „Go“ eine Zeitreise in die Twin-Peaks-Ära antreten konnten und sich per „Next Is The E“ in die Clubkultur der – nicht unwesentlich vom Berliner Low-Spirit-Label geprägten – Neunziger versetzen lassen.

Naturgewalten, Tieraufnahmen, das Universum und eine Mahnung von seiner Mitstreiterin Jane Goodall auf den LED-Wänden: die Visuals verschmolzen mit der Musik des Tierschutzaktivisten, der mit seinen vier Instrumentalist*innen und den überragenden Stimmen von Nadia Christine Duggin und India Carney am Elbufer eine Rave-Messe feierte, die den synthetischen Sound der Platten in ein organisches Erlebnis verwandelten.

Als der Protagonist zum David-Bowie-Klassiker „Heroes“ ansetzte, wurde es emotional, ebenso bei der unsterblichen Melancholie von „Why Does My Heart Feel So Bad?“, eine Frage, die auch dato niemand beantworten konnte.

Mit Tanzbefehlen wie „Disco Lies“ und dem groovenden Soul-Blues von „Flower (Find My Baby)“ verband die Show Ambient-Sound und Pop mit Attitüde, ließ Moby zwischendurch mit rotzigen Riffs seine Punk-Vergangenheit aufblitzen und das Gemeinschafts-Springen bei „Extreme Ways“ dürfte im angrenzenden Elbe-Fluss Wellengang verursacht haben.

Atmosphärisch eröffnete „Porcelain“ den Zugabenblock, fordert der Kämpfer für das Gute kurz vor Ultimo „Lift Me Up“, dies an einem Abend, an dem sich die meisten vor Ort für 90 Minuten mit dem Titel der letzten Nummer – stilecht mit Westbam als Überraschungsgast in der DJ-Kanzel – identifizieren konnten: „Feeling So Real“!

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