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Manic Street Preachers – Resistance Is Futile

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„Resistance Is Futile“ könnte als Brückenschlag zu „If You Tolerate This Your Children Will Be Next“ verstanden werden. Denn das dystopische Orakel des Songs vom 98er „This Is My Truth Tell Me Yours“ Album der Manic Street Preachers scheint inzwischen zu weiten Teilen eingetroffen.

„Are we living in the past?“ fragt die Band in „Distant Colours“, macht sie natürlich nicht, will weiter politisieren und Zeitgeschehen kommentieren. Dennoch ist auf ihrer neuen Platte nicht nur solitär von gestern die Rede, „Memories are all we need“ sind die ersten Worte, die „Resistance Is Futile“ spricht.

Nicht, dass dereinst irgendetwas besser gewesen wäre, zumindest schätzte man die klare Gefährdungslage, in der es kein abstraktes Monster aus dem Netz gab, heute regieren „Broken Algorithms“, berechenbar ist nichts mehr.

In musikalischer Hinsicht wollte James Dean Bradfield „gerne wieder rocken“. Daran bestehen von Beginn an keine Zweifel, von der durch weite Teile von „Futurology“ plätschernden Retro-Elektronik wurde sich in nicht unvorteilhafter Weise verabschiedet.

Insgesamt zwar nicht mehr ganz so laut („Krieg ist lauter“ – der Kommentar von Ohrenzeuge Fidel Castro zu der von Bradfield, Wire und Moore im Karl Marx Theater zu Havanna erreichten Dezibelzahl) wie es die „Know Your Enemy“ Platte drauf hatte, klopft die breitbeinige Mugge nicht nur wegen „Sequels Of Forgotten Wars“ kräftig an die Stadion-Rock-Tür.

Bemerkenswert die Vertonung der Amour Fou des Dichters Dylan Thomas mit seiner Frau Caitlin. Mit gutgelaunten Streichern und einem, an The Jesus And Mary Chain und Hope Sandoval in „Sometimes Always“ erinnerndem, Duett mit The Anchoress aka Catherine A. Davies bildet „Dylan & Caitlin“ einen hübschen Farbtupfer.

„Hold Me Like A Heaven“ watet durch Breitwand-Melancholie, die Background Gesänge tragen wesentlich zum Generieren der bitteren Süße des Moments bei, was in „People Give In“ dicke Sreicherteppiche übernehmen.

Mit „Liverpool Revisited“ und „The Left Behind“ beweisen die drei Waliser, dass ein guter Brit-Pop-Song nicht zwingend etwas mit den Gallaghers zu tun haben muss.

„Resistance Is Futile“ präsentiert die Band auf der Höhe der Zeit und klingt wie Manics Alben klingen müssen: kraftvoll, melancholisch und ein bisschen pathetisch. Irgendwann schenken sie der Musikwelt bestimmt noch einmal eine Hook von der Wertigkeit jener aus „Motorcycle Emptiness“.

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