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Marsimoto – Verde

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Marsimoto landet erneut, um sich davon zu überzeugen, dass die Erdlinge, an dieser Stelle in Konsequenz vereint, ihrem Habitat das Licht ausblasen.

Kaum hat er sein Vorhaben bei Stippvisiten auf der Tour eines Rappers aus Rostock (dessen Musik Marsi bestenfalls für Pop hält) verkündet, da fielen „Chicken Terror“, „Immer wenn Ich High Bin“ und „Photoshop“ aus dem dichten Smog – nun wirft Marsimoto ein komplettes Album aus dem Raumschiff.

Dabei stellte sich durchaus die Frage, ob nach mehrjähriger Abstinenz seit „Ring Der Nebelungen“ sein, in der Zeitlosigkeit des Weltraums konserviertes, Klangkonstrukt noch einen Platz in der breit aufgestellten irdischen Hip-Hop Landschaft findet.

Kein Problem, mit „Römisch 5 plus Erde gleich Verde“ als Zielkoordinaten beim Anflug taucht Marsimoto die Umgebung in anarcho-greenes Licht, „Aus Dem Nebel“ ergibt sich ein Sichtfeld, in dem auch Nichtraucher den vollen Durchblick behalten.

Tierquälerei, Smartphone-Abusus, Online-Überwachung – dem hiesigen Amoklauf wird der extrastellare Joint geblasen, die Könner-Crew an seiner Seite (wieder Kid Simius, The Krauts und viele mehr) pumpt dazu dicke Beat-Wolken durch die Boxen.

Über den grundständigen Bass lauert ein nimmermüdes Geräusch-Delir, es rumst, scheppert und dröhnt, klingt mal nach einer Turbine, mal nach brutzelnden Chitin in einer Insektenlampe.

Marsi kichert, meckert, zürnt, im Kreuzfeuer des entschleunigten Sprechgesangs gibt der Helium-Crooner stets den Auskenner. „Hollyweed“getriggerte Zungenschläge verbinden Paraphilosophie und Alberei.

Nicht nur Marteria scheint ein Alter Ego im All zu haben, seine astronomischen Kumpels geben sich auf „Verde“ die Lukentür des Ufos in die Hand, auf „Samstag der 14te“ klingt der heisere Friendly Ghost verdächtig nach Casper, bei Walking Trett hegt sich der Verdacht, dass dieser  Trettmann nahe steht, Salsa 359 oder Jadula Rasa werden sich früher oder später noch demaskieren.

Die dicken Punches, die auf dem Vorgänger „Anarchie“ oder „Green Pangea“ hießen, hat der Außerirdische zwar diesmal nicht an Bord, dafür entwickeln das Titelstück oder die „Vespa Gang“ genügend Power, um aus seinen Live-Performances mit der Motherfuckin Moto Crew ein Spektakel zu machen.

„Solang Die Vögel Zwitschern Gibt`s Musik“. Hoffentlich piepst das Federvieh noch eine Weile, ansonsten muss der Grüne beim nächsten Anflug den blauen Planeten evakuieren. Vielleicht will aber gar keiner mit, denn „unser heutiges Leben lässt sich auch nüchtern ertragen“. Sangen jedenfalls K.I.Z nach dem großen Knall.

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