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Marteria – Live im Haus Auensee, Leipzig

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Area 51 in Leipzig. Marteria verlegt Roswell ins dortige Haus Auensee und tausende wollen bei der UFO-Landung dabei sein. Anhand des erschienenen Publikums lässt sich ablesen, dass der Rostocker Rapper nicht erst seit der letzten Platte Superstar ist und nicht nur szene-typisch gekleidete Menschen ihn und seine Musik feiern wollen.

Es ist Freitagabend, mit dem Wochenende vor der Brust liegt der Wille zum Exzess in der Luft und Marteria wird den Soundtrack dafür liefern. Während der passionierte Angler möglicherweise noch über den besten Fang-Spot im sauerstofflosen Gewässer nebenan sinnierte, bringt 3Plusss nebst DJ die Menschen mit Reimakrobatik und fiesen Subbässen auf Betriebstemperatur.

„Roswell“ – das Raumschiff ist gelandet. Der Vorhang fällt und der Hit-Booster legt mit „Aliens“ und „Endboss“ los. „Scotty Beam Mich Hoch“, „El Presidente“ und „Bengalische Tiger“ – nicht nur wegen Bengalo-Einsatz bei letztgenanntem ist sofort Feuer unter dem Dach. Keiner steht still, Pogo tobt, der Moshpit quirlt vor der Stage. Ausverkauft war die Veranstaltung selbstverständlich, vermutlich wäre auch die ungleich größere Arena der Stadt voll geworden, Marteria bevorzugte jedoch diesen Ort, um die Grenzen zu den Fans aufzulösen.

Nach dem kollektiven Ausrasten der Menge während „Alles Verboten“, bei dem 3Plusss noch einmal zurückkehrt, bleibt mit „Tauchstation“, „Blue Marlin“ und der Hommage an seine New Yorker Model-Zeit „Skyline Mit Zwei Türmen“ ein wenig Zeit zum Durchatmen. Selbst bei den verhältnismäßig gebremsten Nummern besticht der hyperaktive Ex-Fußball Profi durch physische Präsenz.

Nach dem Abgesang auf Kapital und Besitz via „Das Geld Muss Weg“ und dem Polit-Statement „Links“ tritt der Protagonist ab, das Licht wechselt auf grün und Marsimoto erscheint. „Grüner Samt“ legt sich über die Köpfe, Marsi samt Motherfuckin Moto Crew präsentiert mit „Chicken Terror“ einen noch unveröffentlichten Song mit inkludierten Grüßen an die Massenmörder auf dem Werder Bremen Trikot und der Erkenntnis: auch Green Leipzig ist Marsi-Stadt.

Zurück als Marteria gibt es noch ein paar Gassenhauer auf die Ohren, angehende Krankenschwestern und Mechatroniker halten sich die Finger an den Kopf und träumen von besseren Tagen.

Abgang, Zugabe, vom Dank an die Band, in der Kid Simius mit Gitarren-Solis in Slash Qualität glänzte, sowie an die vorzüglichen „Marteria-Girls“ Odara Sol und Madeleine Rauch bis zum Bad in der Menge – bei dieser gelebten Authentizität des Marten Laciny darf selbst ein „Wir sind doch alle Ossis und halten zusammen“ Spruch sein.

„OMG!“, was für zwei Stunden Energieschub, der weit über das Erscheinen der „Lila Wolken“ anhält. Eine Liebe, eine Familie, Marteria. Danke an ihn und seine Crew für dieses Konzert-Highlight!

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