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Metz – Live im Strom, München

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Dissonant, übersteuert, scheppernd, lärmend, scharf. Am gestrigen Mittwoch konnte man all diese Attribute im Münchner Strom erleben – nur im positiven Sinn. Mit Metz war eine Band zu Gast, die all jene Eigenschaften vereinen kann und einen so gewaltigen Sound erzeugt, dass er sicherlich noch einige Kilometer weit zu hören ist.

Den Anfang an diesem Abend machten aber die jüngsten Sub Pop-Sprößlinge: Moaning. Die junge Band aus Los Angeles hat erst vor kurzem ihr selbstbetiteltes Debütalbum herausgebracht und spielte daraus fast alle Songs. Ohne Wenn und Aber nahmen sie von Anfang an das Ruder in die Hand und agierten perfekt mit dem Publikum.

“Kurz bevor wir auf die Bühne gekommen sind, haben wir den Beginn eines Fußballspiels im Fernsehen gesehen. Sport ist idiotisch.”, nuschelte Frontmann Sean Solomon in sein Mikrofon und erntete Beifall. Songs wie “Useless”, “Does This Work For You” und “Misheard” kamen gut beim Publikum an. Aus Dankbarkeit nahm Solomon am Ende des Sets noch ein kleines Bad in der Menge.

Nach einer kleinen Umbaupause betraten dann Metz die Bühne. Ohne lange zu fackeln, starteten sie mit dem ersten Song „Mess Of Wires“. Das Publikum war sofort dabei und schmetterte immer wieder den Refrain des Liedes Richtung Bühne: “Make the sound! Make the sound! Make the sound!”.

Die Songs des kanadischen Noise-Punk-Trios sind so schnell, kraftvoll und energisch, dass einem kaum eine andere Wahl bleibt, als sich ebenfalls hemmungslos zum schnellen Takt zu bewegen. Das funktionierte natürlich besonders gut bei Baller-Orgien wie „Mr. Plague“, „Nervous System“ oder „Wet Blanket“.

Ob vom neuen Album “Strange Peace” oder von den älteren beiden, die schnellsten Lieder wurden aus dem Repertoire geholt. Dabei konnte man Zeuge der Ausdauer des Schlagzeugers Hayden Menzies zu werden. Ohne Rücksicht auf Verluste knüppelte er die ganze Zeit auf sein Drumset und machte vielen deutlich: hier wird Nichts und Niemand verschont.

Bei Metz gibt es auf Konzerten nur eine Regel: alles muss lauter und stärker sein. Dieses System hat sich schon öfter bewährt und auch im Strom kamen die Lautsprecher kaum mit. Die Gitarre wurde so laut aufgedreht, dass Alex Edkins eigentlich keinen Verzerrer mehr brauchte.

Die Soundgewalt von Metz war beeindruckend. Das Trio konnte sich fast komplett ohne die Backup-Sounds entfalten. So imitierte zum Beispiel Frontmann Alex Edkins den hupenden Puls am Anfang von „Headache“ einfach mit dem Mund. Grandiose Inszenierung.

Zum Highlight des Abends wurden dann aber doch “Cellophane” und “Acetat”. Trotz vieler Menschen im nicht mehr ganz so jungem Alter entwickelte sich bei diesen beiden Lieder ein kleiner Moshpit vor der Bühne. Fans sprangen trocken rein und kamen nass wieder raus. Die Energie übertrug sich von der Bühne auf das Publikum.

Daher war es unglaublich schade, dass Metz schon nach knapp mehr als einer Stunde die Bühne wieder verließen und auch nicht wieder betraten, obwohl das Publikum minutenlang nach mehr rief.

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