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St. Michael Front – End Of Ahriman

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St. Michael Front machen keinen Hehl um ihren heiligen Auftrag. Wie ernst man ihn nehmen darf, bleibt allerdings offen. Benannt nach jenem Erzengel, der als Bezwinger Satans gilt,  liefert das Hamburger Duo Wave-Pop für die spirituelle Erneuerung.

Für gewöhnlich verhandeln okkult angehauchte Künstlern eher die dunkleren Seiten der Spiritualität, manche bis zu offen bekanntem Satanismus. St. Michael Front stehen jedoch auf der Sonnenseite des Übernatürlichen und setzen bereits mit dem Titel „End Of Ahriman“ auf das Ende der Zerstörung.

Ahriman ist ein Begriff aus der zoroastrischen Theologie, die für das Zerstörerische steht. Die Band hält den destruktiven Mächten Titel wie „White Lights Shine“ oder „Rifles And New Gods“ entgegen.

Das ist angenehmes Kontrastprogramm zum sonstigen Satanismus-Geschwurbel und trotzdem muss man so viel okkulte Spielerei erstmal abkönnen.

Ist diese Hürde allerdings genommen, gehen die Songs runter wie Öl. Jede Melodie schmeichelt gekonnt den Hörgewohnheiten des 80er-Synth-Pop.

Und an den Ecken franst die Verehrung für den New-Wave immer wieder gerne aus und sorgt für eine disparate Bandbreite. Neben Mariachi-Trompeten und New-Age-Synthesizer stehen fast selbstverständlich Folk-Songs und Gothic-Anleihen. Und zwar so schnörkellos und reizvoll wie bei den britischen New-Romantikern Ultravox – und manchmal genau so klebrig.

Eines ist „The End Ahriman“ aber ganz sicher nicht: aufbegehrend und überspitz! Und das spricht wiederum dafür, St Michaels Front heiligen Auftrag eher ernst als ironisch zu nehmen.

Manch tiefreligiöser Katholik glaubt, der Erzengel Michael lege einen Katalog an guten und schlechten Taten eines jeden Menschen an.

Am Tag des jüngsten Gerichts wird der dann vorgelegt. St. Michael Front sind mit „End Of Ahriman“ wohl einigermaßen gerüstet.

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