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Twin Shadow – Caer

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George Lewis Jr. alias Twin Shadow wirft auch mit dem vierten Streich „Caer“ doppelt Schatten. Einer formt sich aus seinem, in der Musikerschmiede Brooklyn geschliffenen, Talent, Kitsch von Melodrama zu trennen, der andere aus einem auf zeitlos getunten Retrosound, der durch die Songs von Twin Shadow wirbelt.

In seiner neusten Ausgabe beschäftigt sich der in der dominikanischen Republik Geborene mit Brüchen und Einschnitten in Lebenslinien, die durch das Schicksal (wovon er nach seinem Motorradunfall mehr als nur ein Lied singen kann), aber zunehmend auch durch den Einfluss von Technologie das Sein beeinflussen.

Der Albumtitel „Caer“, spanisch für „fallen“, steht dafür, dass er sich durch das eigene Fallenlassen in die Lage versetzen kann, Disharmonien abzuschütteln und daraus einen neuen kreativen Schub zu entwickeln.

Nachdem sich das Album im Vorfeld mit „Saturdays“, der Zusammenarbeit mit HAIM (neben den Schwestern gibt sich auf „Caer“ auch Rainsford aka Rainey Qualley die Ehre), empfahl und erste Einblicke in die aktuelle Gefühlswelt des Mittdreizigers zuließ, geht es mit dem engelsgleich einleitenden Chor von „Brace“ weiter in medias res.

So wie sich der Meister im Verwerten der 80er Klangwelten hier in tiefen Synthiepfützen suhlt, wird er im Verlauf souverän durch Keyboardwände gehen, in „18 Years“, der „Five Seconds“ Tradition folgend, mit der elektrischen Gitarre kräftig auf dicke Hose machen und „Little Woman“ mit Sparks-hafter Verspieltheit zu einem Pool des Unvorhersehbaren verhelfen.

An der Existenz von reichlich Hintertüren und Nebenräumen in seinen Songs hat sich in den letzten acht Jahren, vom Debutalbum „Forget“ über „Confess“ und zuletzt auf „Eclipse“, bis jetzt nichts Wesentliches geändert:

Ein Schmelztiegel, in dem Don Henleys „The Boys Of Summer“ mit Gino Vannellis „Wild Horses“ flirtet, um schließlich mit dem Prince-Gesamtwerk zu fusionieren. Der Urheber verzettelt sich beim Zusammenkleben selten signifikant.

„When You’re Wrong“ fordert heftigst auf den Dancefloor, aus dem einleitenden Glockenspiel von „Too Many Colors“ demaskiert sich eine astreine Erasure Nummer, die transparente Zerrissenheit von „Rust“ mündet später in „Runaway“, was letztlich auch für den Protagonisten nichts löst.

Wenn „Bombs Away“ am Schluss seine facettierte Melodie entwickelt und aus den Spoken Words gefühlvoll gesungener Soul wird, hat Twin Shadow längst mit seinem neuen alten Konzept überzeugt.

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