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Matt And Kim – Almost Everyday – Pop Für Immer

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Das US-Amerikanische Duo Matt And Kim hat es in den 14 Jahren seiner Karriere geschafft, den Durchbruch in mehreren Szenen, auf eigenen Alben und Soundtracks zu schaffen, ohne in der allgemeinen Wahrnehmung einen allzu großen Eindruck hinterlassen zu haben. Wie kann das sein? Und kann „Almost Everyday“ daran etwas ändern?

Warum eigentlich nicht? Matt And Kim bestehen aus, wenig überraschend, Matt (Johnson) und Kim (Schifino), die sich in Brooklyn kennenlernten. Dass beide nicht wirklich Erfahrungen mit ihren Instrumenten hatten, als sie ihre ersten Konzerte gaben und als Duo in Erscheinung traten, hinderte sie nicht daran, die gesamten Staaten zu betouren und in Selbstverwaltung jedwede Aufgabe zu stemmen, die bei der Tourplanung anfällt.

Fast forward. 14 Jahre später, nachdem mit „Daylight“ 2010 der erste Hit gelungen und ein Sound etabliert ist, der irgendwo zwischen Indietronic und Dance-Pop pendelt und sich ganz auf das melodische Piano von Matt Johnson verlässt, veröffentlicht das Duo sein bereits sechstes Studioalbum „Almost Everyday“.

Berechtigt ist da die Annahme, auch das neueste Projekt des scheinbar dauer-euphorischen Duos würde einen ähnlich charmanten DIY-Charme an den Tag legen, der reduziert und geeignet für jede Party, kompromisslos und unkonventionell daherkommt.

Einige Änderungen und bekannte Konstanten fallen direkt ins Auge und ins Ohr, wenn man die neue Platte von Matt And Kim mit Blick auf ihre früheren Werke anhört. Da wäre einmal die Stimme Johnsons, die mit noch mehr Punk-Flair als sonst auf „Like I Used To Be“ durch poppige und tiefe Basskonstrukte wandelt. Dank Schifinos Drums liefert der Song trotzdem gewohnt tanzbare Rhythmen und schnelles Tempo.

Melodie und Farbe der vokalen Leistung Johnsons erinnern so auch auf „Glad I Tried“ eher an The Front Bottoms Frontsänger Brian Sella, während die Instrumentation, vom Piano getragen, eine eigene, unvergleichbare Dynamik erzeugt. Man könnte an dieser Stelle Vergleiche zu anderen Künstlern suchen, die ebenfalls keinen Hehl daraus machen, sich in der Popmusik zu Hause zu fühlen, scheitert aber immer an grundlegenden Details.

Imagine Dragons zum Beispiel haben einen ähnlich alleswollenden Anspruch, klingen jedoch viel dichter und weniger persönlich. Twenty One Pilots spielen wie Matt And Kim mit der Rhythmik und ruhigen, nicht überladenen Stellen mit wenig Spuren. Dafür liegt der Fokus bei ihnen eher auf den Refrains. Auch Pop, irgendwie anders.

Bemerkenswert ist, dass Matt And Kim sich auf „Almost Everyday“ den Anspruch setzen, Popmusik zum Tanzen zu produzieren und ihn erfüllen, ohne einem anderen Künstler übermäßig ähnlich zu klingen. „I’d Rather“ und „Youngest I Will Be“ sind da nur zwei weitere Beispiele minimalistischer Popmusik, die einzig von der Erfahrung Johnsons und Schifinos und ihrer Individualität leben.

Individualität in einem riesigen Markt und bei einer potenziellen Hörerschaft, die größer kaum sein könnte? Viel kann da nicht schiefgehen.

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