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The Sea And Cake – Any Day

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Kuchen und das Meer. Glücklicherweise geht es heute nicht um den Sommerhit des letzten Jahres „Cake By The Ocean“ von Ex-Jonas Brother Joe Jonas und seiner Band DNCE, sondern um das neueste, zwölfte Album der US-amerikanischen Post-Rock Band The Sea And Cake, „Any Day“.

Seit über 20 Jahren sind die Herren aus Chicago bereits aktiv. Genug Zeit, um über mehrere Pausen und zahlreiche Alben hinweg einen Sound zu entwickeln und Erwartungshaltungen zu nähren.

Nachdem die Band im Jahr 2012 mit ihrer letzten LP „Runner“ ihren Anfängen währte und unaufdringliche Gitarrenmusik mit eindringlichen Rhythmen im Indie-Rock-Genre perfektionierte, schlagen sie auf „Any Day“ noch sanftere Töne an.

Wo „Runner“ an Stellen noch mechanisch und künstlich klang, kehrt „Any Day“ komplett ohne Strom an den Strand zurück. Einzig die Stimme Sam Prekops wahrt ihren hauchenden Klang und den Hang zum klagenden Besingen alltäglichen Leidens und Lebens, das selbst aus dem Mund eines 53-jährigen noch jugendlich naiv klingt.

Ein Vergleich mit Rivers Cuomo von Weezer wäre vielleicht angebracht, würde aber einen falschen Eindruck der Stimme Prekops vermitteln, die weder in Klangfarbe noch in Intensität der Cuomos wirklich ähnlich ist. Wohl aber in dem Eindruck, den sie hinterlässt.

Vom Titeltrack „Any Day“, der so auch aus der Feder eines melancholischen Songschreibers mit Surferfrisur hätte stammen können, bis zum treibenden „Starling“, das sich trotz anfänglicher Unscheinbarkeit zum tragenden Stück des Albums entwickelt, erwecken The Sea And Cake nicht ein einziges mal den Anschein, wirklich so lang im Geschäft unterwegs zu sein, wie sie es eben sind.

Nicht falsch verstehen, das liegt nicht an einem fehlenden Leitfaden oder einem Strukturmangel in „Any Day“, sondern an der Frische und Originalität, mit welcher The Sea And Cake alle Facetten des Indie-Rocks angehen.

Dabei kopieren sie sich weder beim fast rein instrumentalen „Paper Window“, noch in den Indie-Paradebeispielen „These Falling Arms“ und „Cover The Mountain“ selbst, wirken viel mehr wie ein vielverprechender Newcomer, der seinen Sound verstanden hat.

Diese beiden Songs sind es auch, die einen Rahmen, einen Anfang und ein Ende für ein Album aufspannen, das nicht polarisiert, nicht auffällt und nicht versucht irgendjemanden zu überzeugen. Ein bisschen verwirrt es, dass ein Album gleichzeitig so viel Charakter und so wenig Provokation, so viele Facetten und so wenig Unerwartetes liefern kann. Ein bisschen beruhigt es auch.

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