Für diese Website registrieren

zwei × 4 =

Mit der Registrierung stimmst du den MusikBlog Nutzungsbedingungen zu.

Bitte gib deine E-Mail-Adresse hier ein. Du bekommst eine E-Mail zugesandt, mit deren Hilfe du ein neues Passwort erstellen kannst.

Entdecke neue Musik

Empfiehl deinen Freunden neue Alben oder Konzerte deiner Lieblingskünstler, erstelle deine persönlichen Album-Charts oder gewinne Konzertkarten und mehr bei unseren Gewinnspielen.

PULS Open Air 2018

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.

Im Mai 2013 ging PULS on Air, um die junge Zielgruppe für den BR zu gewinnen. Passend zum Jubiläum präsentierte das junge Programm des Bayrischen Rundfunks an diesem Wochenende die dritte Ausgabe des PULS Open Airs mit abwechslungsreichem Line-Up und erstmals zusätzlich auch nicht-musikalischen Angeboten.

Knapp 9.000 Besucher fanden sich dieses Jahr auf Schloss Kaltenberg wieder, um 60 Bands und DJs in der idyllischen Schlosskulisse zu begrüßen. Neben musikalischen Acts gab es dieses Mal deutlich mehr zu entdecken, seien es morgendliche Yogastunden auf dem Campingplatz, Musikproduktions-Kurse oder Workshops zu Themen wie Umweltschutz oder Gleichberechtigung in der Musikbranche, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen sollten.

Der Startschuss fiel am Freitag um 12:00 Uhr. Nachdem Künstler wie BLOND, COSBY, Hannah & Falco und Klangstof die Pyramiden- und Waldbühne eingeweiht hatten, machte das Indie-Rock Duo Gurr den Anfang auf der Main Stage. Knapp 40 Minuten präsentierten die beiden Musikerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee ihre Songs auf der Kugelbühne und versammelten so die ersten Besucher um die Haupttribüne.

Trotz des erfolgreichen Auftakts musste das Festivalgelände kurz nach dem Auftritt aufgrund von Unwetter-Warnungen auf unbestimmte Zeit geräumt werden. Mit etwas Verzögerung und feuchtem Boden ging es allerdings kurze Zeit später mit Trettmann als Headliner weiter. Parallel dazu trat Nilüfer Yanya mit Gitarre auf der Waldbühne auf, gefolgt von der norwegischen Punk-Band Sløtface.

Für die Enthüllung des diesjährigen Secret Acts wurde eine große Leinwand auf der Hauptbühne aufgespannt. Versteckt hinter dem weißen Tuch begrüßten die Künstler ihre Fans mit den Worten „Namen tun nichts zur Sache“. Kurz darauf entpuppten sich Moop Mama als die Special Guests. Die 10-köpfige Brassband aus München begann mit ihrem neuen Release „Molotov“. Der Auftritt wurde durch zehn Polizisten beendet, die sich als die verkleideten Musiker-Kollegen Liquid & Maniac, Roger Reckless und Danger Dan herausstellten.

Nachdem die britischen Indie-Rocker The Wombats mit neuem Album „Beautiful People Will Ruin Your Life“ im Gepäck daraufhin ihr Festival-Comeback feierten, bildete Faber mit einem Andrang reichem Auftritt das Schlusslicht für den ersten Open Air-Tag. Bei seinem Song „Alles Gute“ stürmten Kraftklub die Bühne und es wurde intensiv geschmust und geküsst.

Als eine der ersten Acts für den zweiten Festivaltag trat Noga Erez auf der Pyramidenbühne auf. Die israelische Singer-/Songwriterin präsentierte neben Tracks wie „Toy“, „Noisy“, „Off The Radar“ und „Dance While You Shoot“ auch einen neuen, noch nicht veröffentlichten Song mit den Worten „Hot From The Oven“. Heiß war das Wetter allemal, weshalb sich Noga herzlich dafür bedankte, dass die Zuschauer „diese Hitze [ertrugen]“.

Es folgten Drangsal, Tom Grennan und Die Höchste Eisenbahn, die Songs wie „Wir haben so lange nachgedacht bis wir wütend waren“ und „Gierig“ mit dabei hatten.

Zeitgleich dazu versorgten Rapper RIN und Zugezogen Maskulin die Festival-Besucher auf der Main Stage mit musikalischem Input. Zu den Songs „Plattenbau O.S.T.“ und „Oranienplatz“ des Hip-Hop-Duos aus Berlin gab es Breakdance-Einlagen auf der Bühne und den Ausruf zum größten Moshpit. Bevor die Wahlberliner mit „Yeezy Christ Superstar“ nachlegten, gab Grim104 eine emotionale Rede und erzählte von „ein[em] Mann, der vor 2.000 Jahren für euren schlechten Schuhgeschmack gestorben ist“.

Auf die Sekunde zum großen Auftritt von Kraftklub fing es an, wie aus Eimern zu regnen. Doch die Chemnitzer ließen sich nicht beirren und schafften es, mit Lichtshow und Liedern wie „Unsere Fans“, „Wenn du mich küsst“ oder „Eure Mädchen“ einen gewohnt guten Auftritt hinzulegen und die Masse trotz Regenströme mitzureißen. Die Euphorie war so groß, dass sogar ein Rollstuhlfahrer von der Crowd per Stagedive zu den Kraftklub-Jungs auf die Bühne getragen wurde, um sich von dort aus den Gig anzuschauen.

Währenddessen traten Shame auf der Waldbühne vor einem kleinen Kreis von Zuschauern auf. Die Post-Punker nutzten aber die Gelegenheit für viel Intimität und Interaktion. Sänger Eddie sprang in die Menge und übergab sogar das Mikro an einen Fan, der darum bat. Da der Flug von Fakear gestrichen wurde, fiel der französische Songwriter aus und Sofi Tukker bildeten somit den musikalischen Abschluss des Festivals.

Begleitet wurde das Puls Open Air unter anderem von Gehörlosen Dolmetscherin Laura Schwengber aus Berlin. Sie stand mit der Antilopen Gang, Trettmann, Granada, Faber und sogar spontan bei Kraftklub auf der Bühne.

Da nach dem Festival vor dem Festival ist, laufen die Vorbereitungen für das kommende Open Air bereits in vollen Zügen. Im Sommer 2019 findet das Festival vom 30. Mai bis 1. Juni wie gewohnt in Kaltenberg statt.

Registriere dich, um es deinen Charts hinzuzufügen oder deinen Freunden zu empfehlen.