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The Wave Pictures – Brushes With Happiness

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„Brushes With Happiness“ klingt nach Dingen, die man machen kann, wenn man seit 20 Jahren in der selben Band zusammen spielt und aufnimmt. Dazu gehören Improvisation mit nahezu perfekter Abstimmung aufeinander, Atmosphäre ohne übermäßige Investition aufdringlichen Materials und vieles mehr.

The Wave Pictures zelebrieren auf ihrem aktuellen Album genau diese Selbstverständlichkeit und verpacken die Sehnsucht des Blues in düsteren Harmonien. Rausgekommen sind neun Songs, die besser funktionieren als die Experimente zahlreicher anderer Bands.

Denn auch wenn The Wave Pictures das Tempo gedrosselt und die Stimmung gekappt haben, bleiben sie sich auch auf dieser Platte treu. Erklärung? Melancholie ist Universalemotion und The Wave Pictures auch nur Menschen.

Schon der Opener „The Red Suitcase“ macht eindrucksvoll vor, was der Rest des Albums versucht. Könnte man mit der Rezension also eigentlich jetzt schon Schluss machen, oder? Nicht ganz. Erstens wäre dieser Beitrag dann sehr kurz und du vermutlich gelangweilt, und zweitens gibt es auch Ausreißer aus dem fünf- bis siebenminütigen Schema des Blues-Rock. „Jim“ zum Beispiel.

Als Track, der so auch auf dem Vorgänger „Bamboo Diner In The Rain“ Platz gefunden hätte, bringt „Jim“ Folk-Blues, bei dem ersteres überwiegt. Mundharmonika statt klagender Gitarre, gefasste Dramatik statt melancholischer Schwere.

Ganz im Gegensatz „The Burnt Match“, das trotz seiner Kürze dem Aufbau der langen Stücke folgt und auf dreieinhalb Minuten eine surreale Geschichte mit offenem Ende erzählt.

Man könnte „Brushes With Happiness“ als gewöhnliches Blues-Rock-Album bezeichnen. Wäre dann halt nur die halbe Wahrheit. Wer sich mit dieser kurzen Beschreibung nicht zufrieden gibt, sollte jedenfalls noch die improvisatorische Einheit und Abgestimmtheit der Briten erwähnen, die auch dieses Album in extrem kurzem Zeitraum realisiert haben.

Löwe auf dem Cover und trotzdem trabt der Sound. Für jeden, der sich von der neuen The Wave Pictures Plate mehr Tempo und Dynamik erwartet hat, ist allerdings schon (vor-)gesorgt. Im November gibt es nämlich schon das nächste Album. Drauf freuen oder über diese Platte freuen – beides ist angebracht.

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