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Body/Head – The Switch – Störgeräusche

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Schwer zu sagen, wer bei Body/Head der Kopf und wer der Körper ist. Kim Gordon und Bill Nace machen mit ihrer zweiten Platte „The Switch“ so außermenschlichen Experimental-Noise, dass es mit der Körperlichkeit gegen Null geht. Erst recht, wenn dem Kopf die Wand fehlt, gegen die er schlagen will.

Noch schwerer zu greifen sei die neue Platte laut Gordon, die sich selbst vermutlich als Kopf sehen würde, weil sie ab und zu ihre gequälten und manipulierten Vocals über einen konturlosen Gitarrenbrei aus Sustain-Effekten kippt.

Dabei war ihr Debüt „Coming Apart“ von 2013 schon eine kathartische Verstimmung in Grau, zu der sich niemand so richtig hingezogen fühlte. „The Switch“ wäre selbst in einem B-Movie-Horrorfilm noch strapaziöser Ballast.

Produziert hat Justin Pizzoferrato, der bei seinen Arbeiten für J Mascis und Thurston Moore noch nie auch nur im Ansatz vergleichbare Frequenz-Ödnis erdulden musste. Warum er auch nach der Body/Head-Live-Platte „No Waves“ hier nicht im Entferntesten Form hinein diktieren konnte, lässt sich nur mit der Starrköpfigkeit des Duos erklären.

Wenn Bob Dylan bei seinen Konzerten seine Hits heute so verfremdet, dass lediglich ein paar Textfetzen den einstigen Song darunter erahnen lassen, dann kann man ihm künstlerische Übertriebenheit und störrische Verweigerungshaltung vorwerfen, mit der er provozieren und vor den Kopf stoßen will. Die aber nur deshalb überhaupt kümmert, weil er auf eine glorreiche Vergangenheit bauen kann, derer er heute überdrüssig ist.

Mehrere Etagen darunter trifft das gleiche auf Body/Head zu. Gordon hätte sich ohne ihren Sonic-Youth-Ikonen-Status wohl nie zu einer solch abstrakten Platte hinreißen lassen. Ein künstlerisches Debüt wie „The Switch“ gibt es nicht.

Wabernder Drone, atonal, dissonant, mit dem Charme eines Hundehaufens. Body/Head könnten vielleicht manches erklären, aber keinesfalls erwarten, dass sich jemand bereitwillig diesen jämmerlichen Störgeräuschen aussetzt.

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