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Phantastic Ferniture – Phantastic Ferniture

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Australien ist schon eine ganze Weile nicht mehr der popkulturell isolierte Kontinent der westlichen Hemisphäre, der sich lediglich um AC/DC und eine Handvoll Epigonen der Marke Airbourne und Jet dreht. Die Indie-Fraktion hat längst übernommen.

Im Fahrwasser von Tame Impala und Courtney Barnett scharen sich die Talente, die den USA, Europa und dem Rest der Welt zeigen, wie betörend alternative Musik aus Down Under klingt, wenn sie diese entscheidende Stunde länger in der Sonne reifen durfte.

Mit Phantastic Ferniture und ihrem selbstbetitelten Debütalbum kommt jetzt ein weiterer Act für leichtfüßige Rennrad-Schieber, Schauzbartzwirbler und Antiquitäten-Liebhaber dazu.

Ganz unbekannt ist das Trio aus Sydney nicht, zumindest ihre Frontfrau Julia Jacklin machte sich bereits als Folksängerin einen Namen. Die Schwermut ihrer Solostücke hat sie bei Phantastic Ferniture gegen melancholischen Frohmut mit Unverfrorenheit eingetauscht. Ja, sowas gibt’s.

Vordergründig Stroh im Kopf (die mit Farnwedel bewaldeten Köpfe des Covers stärken zunächst den Eindruck), entpuppt sich hinter der Fassade und der vermeintlichen Lieblichkeit des Sounds der explicit Content. „Fucking N’Rollin“ ist dafür das aufdringlichste Beispiel.

Ganz und gar bezaubernd liest sich hingegen die Entstehungsgeschichte: An Jacklins Geburtstag fiel unter zehn Leuten, zwischen reichlich Party und Flipperautomaten, der spontane Gedanke in das eine Glas zu viel, eine Band zu gründen. Drei davon konnten sich am nächsten Tag noch erinnern.

Elizabeth Hughes, Ryan K Brennan und Julia Lacklin machten aus der Schnapsidee Songs für den Feierabend, der auch mal nackt auf dem Balkon ausklingen darf. Ihre latent shoegazigen Luftikus-Songs spendieren Melodien aus einem Honigtopf. Fazerdaze von der Nachbarinsel Neuseeland sind mindestens hellhörig.

Es geht schließlich um maximal fluffigen, mit Gitarren gesättigten Garage-Pop in Sepiafarben, für die schwüstlen Tage, für das Abgleiten in die Zeiten, als die Welt noch etwas aufgeklärter und freizügiger schien, als alle unbeschwert und hippieesque in der Abendsonne tanzten.

Solche Assoziationen sind natürlich romantisierter Quatsch. Früher war auch nur eher wenig besser. Aber Phantastic Ferniture ziehen so unwiderstehlich schön an diesem pseudo-somatischen Wunschgedanken. Eine kleine Wonne.

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