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3 Sekunden Island – 3 Sekunden Island

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So minimalistisch und gleichermaßen sphärisch wurde zuletzt ein Album von The XX eröffnet. Die Rede ist nicht von einem Newcomer aus Übersee, sondern von Thomas Kaczerowski, der in Berlin lebt. Als 3 Sekunden Island hat er jetzt sein gleichnamiges Album veröffentlicht.

Kaczerowski ist ein bärtiger jungenhafter Mann mit Kappe, ein ähnlicher Typ wie Casper, nur ohne raue Stimme. Früher produzierte er als Thoka elektronische Musik und legte bereits auf der Love Parade auf. Als 3 Sekunden Island macht er zeitgemäßen Singer-Songwriter-Pop mit deutschen Texten. Inspiriert sind die zwölf Songs des Albums von seinen Reisen: Ein Jahr lang zog der Musiker um die Welt. Einige Zeit verbrachte er auch in Island.

„Aus Wolken werden Farben“ heisst es in „Polarlichter“. Kitsch und große Gefühle gehen fließend ineinander über – wie Polarlichter, die mit dem Himmel eins werden.

„Hinter dem Haus“ ist ein Song über den Tod, es geht um eine alte Frau, die jetzt „hinter dem Mond wohnt“. Eine warme Basslinie, sanfte Trommeln, ein gesummtes „Uh“ und ein mehr erzählter als gesungener Text ergeben zusammen das melancholische Lied.

Jede*r trifft Menschen, die ganz besondere Spuren im eigenen Leben hinterlassen. Für den Weitreisenden ist es „Emelie“, deren Leichtigkeit den Sänger beflügelt hat und an deren Geruch er sich noch genau erinnert. Zu der gesungenen Geschichte über den berühmten Funken zwischen zwei Menschen werden leicht die Saiten gezupft.

„Uns verbindet Division“, gesungen wie „Die Vision“ ist das zentrale Wortspiel in dem Track „Division“ und beschreibt das Lebensgefühl der Generation Y recht präzise. Hier wird gereist und gefühlt, Introspektion statt Revolution. Ganz individuell, aber alles durchgeplant.

So sparsam instrumentiert wie der Longplayer angefangen hat, so endet er auch: „Nur für 3 Sekunden bin ich gestorben, für ein neues Leben, ein anderes Morgen“, sind die letzen Sätze, die der feinfühlige Weltenbummler singt.

„3 Sekunden Island“ ist eine Platte für alle, die deutschsprachige melancholische Musik mögen. Und für die, die Fernweh im Herzen haben – und auch vor ganz großen Gesten gen Kitsch keine Angst haben.

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