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Chiqanne – Sommerzeit

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Chiqanne, das sind die Exil-Österreicherin Anna Gosteli und der Schweizer Fabian Chiquet, frühere Mitglieder der Basler Band The bianca Story. Sie veröffentlichen nun, nach bereits zwei Videopremieren auf MusikBlog, ihr Debütalbum mit dem – im Verhältnis zum Bandnamen – schlichten Titel „Sommerzeit“.

„Glück allein wird es nicht sein“ – mit diesen Worten beginnt die 11 Lieder umfassende Platte. Die Zeile stammt aus dem Track „Sommerzeit“ und „ist ein Portrait über das Flüchtige“, wie das Duo selbst sagt.

Chiqanne machen Elektro-Pop mit warmem Basslauf, klaren Drums und verspielter Marimba. Die Stimme von Anna Gosteli ist ganz klar und der Sound des Duos erinnert ein wenig an Bands wie Paula oder Klee.

Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit hat schon so manche Beziehung scheitern lassen. „Du warst immer etwas unzufrieden, weil du glaubst, es könnte uns besser gehen“ heisst es etwa in „Paradies„. In der entspannten Mid-Tempo-Nummer geht es um das Scheitern der (großen) Liebe. Enden müssen nicht immer laut und dramatisch sein: „Paradies“ ist mehr eine fein sezierende Bestandsaufnahme als ein vertonter emotionaler Ausbruch.

Der Tempowechsel in „Alice Blau“ ist ein Hinhörer, der die Thematik des Songs unterstreicht: Es geht ums Hinfallen und wieder Aufstehen. So zumindest habe ich die Flug-Metapher gedeutet.

„Marlene“, ohne das letzte „e“  gesungen, klingt nicht nur ähnlich wie „Elaine“ – Anna intoniert auch ähnlich sleezy wie Inga Humpe in dem populären 2Raumwohnung-Song. Als „verwundbar schön“ wird die mystische Figur Marlene in dem Lied beschrieben. Wer muss da nicht ebenfalls an die große Dietrich denken, die Stärke, Unnahbarkeit und Verletzlichkeit in sich vereinte?

In „Für Immer“ wird das individuelle Nähebedürfnis von zwei Menschen verhandelt. Es endet nicht gut, denn es heisst: „Du und ich – das ist vorbei“. Der Song klingt recht fröhlich, nicht zuletzt durch die catchy Hook.

„Baby, füll` die Gläser mit Wein“ – mit diesen Worten fing schon so manche verhängnisvolle oder auch leidenschaftliche Nacht an. Verspielt klingt „Salz Auf Der Haut“, so der Titel des Tracks, aus dem der Satz stammt.

Live macht „Novo Mesto“ bestimmt viel Spaß, da der Bass gut treibt und der Synthie im letzten Drittel der Nummer akustische Weiten eröffnet. Ein Song ähnlich aufregend wie die besungenen Nächte in Las Vegas.

„Sommerzeit“ klingt, wie deutsche Musik, jenseits von Hip-Hop, gerade klingt: Glatt und gefällig. Der Fokus liegt auf dem eigenen Leben und den eigenen Befindlichkeiten. Chiqanne haben ein rund produziertes Album vorgelegt, das den Sommer ohne Frage überdauern wird.

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