Mit ihrem letzten Studioalbum “Listen” spalteten The Kooks die seit fast 15 Jahren stramm stehende Anhängerschaft in zwei Lager. Mit souligen, von Electro-Beats befeuerten Gospel-Elementen konnten im Spätsommer 2014 nicht alle Fans des britischen Indie-Pop-Vierers etwas anfangen.

Vier Jahre später soll nun wieder die komplette The Kooks-Community glücklich und zufrieden durch den Tag spazieren. Dabei helfen soll das neue Album “Let’s Go Sunshine”, das zu Beginn mit dem energiegeladenen Opener “Kids” mit ordentlich Feuer unterm Allerwertesten durch die Vordertür prescht.

Das war’s dann aber auch erstmal wieder mit satten Groove-Drums und rockigen Singalong-Refrains. In der Folge drehen Luke Pritchard und Co. die Regler wieder runter, ohne dabei aber an Qualität einzubüßen.

Zwischen ruhigeren Stones-Huldigungen, allgegenwärtigen Beatles-Vibes und luftig lockerem Hier-und-Jetzt-Indie-Pop, der sich als der perfekte Soundtrack für ausgelassene Cabrio-Fahrten erweist,  spielen The Kooks all ihre Trümpfe aus, ehe man mit dem bissigen Punkrocker “Pamela” kurz vor Schluss nochmal die Kühe durch den Stall treibt. Hier sollten vor allem zuletzt etwas enttäuschte Green Day-Fans ganz genau hinhören. Alle Achtung.

Schlussendlich lässt sich nach 53 durchweg unterhaltsamen Minuten festhalten: Fernab von elektronischen Zuarbeiten und Einschüben aus den Bereichen Soul und Gospel, knüpfen The Kooks auf “Let’s Go Sunshine” wieder an die Soundstrukturen der Anfangsjahre an.

Das sollte definitiv dafür sorgen, dass die etwas auseinander gerissene Anhängerschaft wieder näher zusammenrückt. Ergo: Alles richtig gemacht, die Herren. Krieg ich jetzt auch einen Luftballon?

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